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13.000 Bücher warten auf die Leser in Lebach : Stadtbücherei Lebach bleibt erhalten

13.000 Bücher warten auf die Leser in Lebach : Stadtbücherei Lebach bleibt erhalten

Im 39. Jahr ihres Bestehens hat die Stadtbibliothek Lebach noch längst nicht ausgedient. Wie die 2000 jährlichen Ausleihen beweisen, trotzt sie hartnäckig den digitalen Medien. Bibliothekar Hans Huth leitet die Einrichtung seit ihrer Eröffnung 1978.

Die Stadt Lebach hält weiter an der Tradition der öffentlichen Bücherausleihe fest. Die Verwaltung gibt jährlich rund 10 000 Euro für die Stadtbibliothek im Rathaus aus – im vorigen Jahr 8000 Euro für neue Bücher und 2000 für die Bearbeitung des Bestandes. Zudem müssen auch die Mitarbeiter Hans Huth und Stefan Scherer bezahlt werden.

Kulturamtsleiter Klaus Reichert begründet den Erhalt der öffentlichen Bibliothek mit den Worten: „Da Lebach eine Schulstadt mit zwei Gymnasien ist, hat die Stadt nicht nur gegenüber ihren Bürgern, sondern auch gegenüber ihren Schülern die Verantwortung, Kultur und Wissen für wenig Geld anzubieten“. 

Bibliothekar Huth verleugnet die Tatsache nicht, dass der Bestand an Büchern – und damit auch die Ausleihen – in den vergangenen zehn Jahren rückläufig waren. Vor allem bei Sach-, Kinder- und Jugendbüchern sei die Nachfrage zurückgegangen. Dies sei zu 100 Prozent auf das Internet zurückzuführen. Er berichtet weiter, dass in der Lebacher Bücherei Romane am meisten ausgeliehen werden.

Mit Blick in die Vergangenheit erklärt der Bibliothekar, dass sich die ersten öffentlichen Büchereien vorrangig an Bevölkerungsschichten gewandt hätten, die bis dahin weitgehend vom Lesen ausgeschlossen waren.

Heute bestehe der Auftrag der öffentlichen Büchereien vor allem darin, den freien Zugang zu dem mittlerweile weltweit vorhandenen Wissen zu sichern und einen Beitrag zur Informationsgesellschaft zu leisten.