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Stadt Lebach zu Lagezentrum, Krisenstab in Zeit von Coronakrise

Krisenstab in Lebach : „Alle arbeiten unter Hochdruck und doch sehr besonnen“

Corona-Pandemie: So funktioniert das Krisenmanagement der Stadt Lebach.

„Krisenstab ist jederzeit reaktionsfähig“: Unter dieser Überschrift informiert die Stadt Lebach in einer Pressemitteilung über die aktuelle Lage.

Demnach treffen sich seit Anfang März die Leiter der einzelnen Fachbereiche der Stadtverwaltung und der städtischen Betriebe täglich zum Krisenmanagement im Lebacher Rathaus. Mit Bürgermeister Klauspeter Brill werde dabei die Lage bezüglich der Corona-Pandemie analysiert und bewertet. Es würden entsprechende Maßnahmen angeordnet und umgesetzt. „Diese Koordination ist ganz wichtig. Alle arbeiten hier unter Hochdruck und doch sehr besonnen“, erklärt der Verwaltungschef. „Seit einigen Tagen können Besprechungen auch per Video-Chat oder Telefonkonferenz stattfinden.“

Am vergangenen Samstag, 21. März, wurde, wie es weiter heißt, zusätzlich ein großer Krisenstab einberufen. Er besteht neben den zuständigen Mitarbeitern der Verwaltung und der städtischen Betriebe aus der Polizei und den in Lebach tätigen Hilfsverbänden. „Dies war vor allem notwendig, da die Lage auch im Saarland eine rasante Dynamik angenommen hatte und die Ausgangsbeschränkung in der Umsetzung war“, so die Mitteilung. „Mit diesem Krisenstab sind wir auch dann reaktionsfähig, wenn sich die Lage weiter verschärft“, erklärt Klauspeter Brill.

Neben der Feuerwehr, dem DRK, dem Malteser Hilfsdienst, dem THW und der DLRG sind auch die Polizeiinspektion Lebach und die kommunale Ortspolizeibehörde mit im Boot. „Wir haben hier ein Lagezentrum eingerichtet, von dem aus wir im ganzen Stadtgebiet agieren können.“ Das könnten zum Beispiel die Lieferung von Hilfs- und Schutzmaterial sein, die Unterstützung bei Transporten oder die Versorgung von Menschen in Notsituationen.

Durch die Anzahl und das große ehrenamtliche Engagement der Hilfsverbände sehe Bürgermeister Brill die Stadt für den Krisenfall gut aufgestellt, heißt es. Die jeweils Verantwortlichen seien sich bekannt und die Kommunikation funktioniere reibungslos. Darüber hinaus gebe es einen engen und guten Kontakt zu Landrat und Gesundheitsamt, damit alle Maßnahmen auch in größerem Rahmen koordiniert werden könnten. Die Hilfsverbände seien ohnehin kreisweit aktiv oder in anderen Strukturen vernetzt. Durch den ständigen Austausch sei im Bedarfsfall auch eine überörtliche Unterstützung gewährleistet.