Stadt Lebach hat Antrag auf Förderung beim Umweltministerium gestellt

Förderung : Die Lebacher Stadtteile sollen nicht zu kurz kommen

Stadtrat bringt Ausschreibung für ortsübergreifendes Entwicklungskonzept aud den Weg. Damit sollen dörfliche Strukturen gestärkt werden.

Der Lebacher Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung in alter Zusammensetzung noch einen Tagesordnungspunkt zusätzlich angesetzt: die Vergabe für ein ortsübergreifendes Entwicklungskonzept. Die Verwaltung hatte im Dezember 2018 einen Antrag auf Förderung im Rahmen des ELER-Programms (ELER steht für Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) für die Erstellung eines solchen Entwicklungskonzeptes beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz eingereicht.

Als Gründe für die Erarbeitung eines solchen Konzeptes wurden genannt: Die Stadt Lebach besteht seit der Gebietsreform 1974 aus elf Stadtteilen auf einer Gesamtfläche von rund 65 Quadratkilometern. Sie hat derzeit (Stand 30.11.2018) 19 429 Einwohner, wovon 7738 auf den Stadtteil Lebach entfallen. Die Einwohnerzahlen der übrigen Stadtteile liegen zwischen 378 und 1796 Personen. Durch die demografhische Entwicklung musste Lebach in den letzten acht Jahren einen Bevölkerungsrückgang von knapp 3,2 Prozent hinnehmen. Die Tendenz ist weiter sinkend.

Diese Entwicklung stellt die Stadtteile mit ihren dörflichen Strukturen vor große Herausforderungen. Zu nennen sind hier vor allem die Leerstandsproblematik, der Verlust von Geschäften sowie die Nachwuchsprobleme in den Vereinen.

Um gegenzusteuern, bildet ein ortsübergreifendes Entwicklungskonzeptes eine wichtige Grundlage. Nach einer ersten Bestandsaufnahme sollen die Probleme lokalisiert und mögliche Lösungen gefunden werden. Die Bevölkerung soll dabei eingebunden werden. Ziel ist es, die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Um-/Gestaltung der Ortskerne zu schaffen. Von der Ausweisung von Sanierungsgebieten können auch private Eigentümer profitieren, wenn sie in die Unterhaltung und Modernisierung ihrer Immobilie investieren wollen.

Die Kosten für das Konzept betragen 40 000 Euro, der Eigenanteil der Stadt liegt nach Abzug der in Aussicht gestellten Förderung von 65 Prozent bei zirka 14 000 Euro.

Der Stadtrat stimmte der beschränkten Ausschreibung zu, auch wenn der Förderbescheid noch nicht vorliegt. Man wollte mit der Ausschreibung und der Vergabe nicht bis nach der Sommerpause warten.