Grüne Woche in Lebach Markt widmet sich Köstlichkeiten der Region

Lebach · Tausende Besucher haben am Wochenende auf dem „Ebbes von hei“-Genussmarkt in Lebach allerlei Leckereien probiert und erworben.

 Zitta Britz (rechts) besuchte unter anderem den Stand von Caroline und Steve Brück.

Zitta Britz (rechts) besuchte unter anderem den Stand von Caroline und Steve Brück.

Foto: Alexandra Broeren

Zum zweiten Mal fand im Rahmen der Lebacher Land- und Forstwirtschaftstage ein Genussmarkt der Initiative „Ebbes von hei“ statt. Mehr als 40 Anbieter der Regionalinitiative präsentierten dort ihre Produkte – zum Kaufen und natürlich auch zum Probieren. Bei rekordverdächtigem Spätsommerwetter waren mehrere tausend Besucher zum Markt gekommen.

„Ich finde es wichtig, dass man weiß, was dort, wo man lebt, angeboten wird“, lobte die Schirmherrin, Saar-Umweltministerin Petra Berg, die sich gemeinsam mit Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill viel Zeit nahm, um Gespräche mit den Anbietern zu führen, die ihre Stände in einem weiten Rund auf der Lebacher La-Motte-Wiese aufgebaut hatten. Beispielsweise mit dem Imker-Ehepaar Astrid und Franz-Josef Jung, die in ihrer Niedtal-Imkerei derzeit 15 Bienenstöcke versorgen. Denn nach wie vor haben die Imker beispielsweise Probleme mit der Varroamilbe, die nur in den Griff zu bekommen ist, wenn alle Imker die Milbe zeitgleich bekämpfen. Sonst breitet sich die Milbe wieder aus. Und die Imker suchen Nachwuchs – egal ob der Jungimker 50, 60 oder 70 Jahre alt ist, wie das Ehepaar Jung betont.

„Die Kunden gehen bewusster mit Nahrungsmitteln um“, sagte Bäckermeister Joachim Paul, Betriebsleiter bei der Bäckerei Welling, zur Ministerin. „Lebensmittelverschwendung ist durchaus ein Thema für unsere Kunden“, ergänzte er. „Früher haben sich unsere Kunden beschwert, wenn mal eine bestimmte Sorte am Nachmittag ausverkauft war, heute akzeptieren sie es.“ Bei Welling gilt: Nichts wird weggeworfen. „Brot vom Vortag geht an die Tafel.“

Paul und seine Kollegen informierten beim Genussmarkt die Kunden ausführlich über die Eigenschaften der einzelnen Brotsorten und berieten sie. Dennoch blieb die Qual der Wahl: Welches Brot soll ich nehmen?

Nachwuchssorgen kennt Landwirt Stefan Jacobs aus Hausbach bis jetzt noch nicht, ließ er sich doch von den Enkelinnen, wie beispielsweise von der elfjährigen Lily, tatkräftig am Stand unterstützen. Jacobs ist einer der alten Hasen im Netzwerk „Ebbes von hei“ und auch bereits zum zweiten Mal beim Genussmarkt dabei. Die hofeigenen Würstchen hat er den Besuchern direkt vom Grill verkauft.

Viele der meist jungen Erzeuger, die sich in den vergangenen Jahren vielfach auch als feste Marke im Lebensmittelhandel der Region etabliert haben, nutzten den „Ebbes von hei“- Genussmarkt auch, um mit ihren Endkunden ins Gespräch zu kommen. So zum Beispiel Saskia Birtel, Chefin von „Gewürzgenuss“ aus Wadern, oder „Naturbursche“- Chef Christoph Biertz, der in Losheim leckere Senfspezialitäten produziert.

Christian Schütz von der Niedaltdorfer Edelobstbrennerei gab seinen Kunden Tipps, worauf es bei einem guten Obstbrand ankommt. Denn die Qualität eines Brandes beginnt bereits bei der Auswahl des Obstes beim Einmaischen, erklärte der Fachmann.

Eine der ältesten Besucherinnen, die ihre Einkäufe auf dem „Ebbes von hei“- Genussmarkt tätigten, war sicherlich Zitta Britz (90) aus Eidenborn. Am Stand von Caroline und Steve Brück vom Hof Brück auf der Host in Eidenborn, wo sie angeregt mit den jungen Landwirten plauderte. „Ich nutze die Gelegenheit natürlich auch zum Einkaufen“, sagte Britz.

Auch hatten die Veranstalter dafür gesorgt, dass der Nachwuchs seinen Spaß hatte. Mit einer riesigen Hüpfburg in Traktorform und am Nachmittag mit einer großen Show mit Eddie Zauberfinger.

Alle Teile der Serie „Feines aus der Region bei ‚Ebbes von hei‘“ gibt es zum Nachlesen im Internet.