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Schließung des Krankenhaus Lebach wäre unterlassene Hilfeleistung

Kommentar : Unterlassene Hilfeleistung

Wenn wir die Darstellung der Mitarbeitervertretung am Lebacher Krankenhaus mal grob zusammenfassen, dann besagt sie Folgendes: Im Juli 2019 bekommt das Krankenhaus eine neue Geschäftsführung.

Die schafft es binnen weniger Monate, die Auslastung des Krankenhauses von 60 auf 80 Prozent zu verbessern. Sie schafft es zudem, dass die Klinik nur ein dreiviertel Jahr später statt tiefroter Zahlen einen Gewinn erwirtschaftet. Und was passiert? Ein Gläschen Sekt, eine Feier? Nein! Überraschend verkündet der Träger, das Krankenhaus zu schließen. Möglichst schnell.

Nun ist eines klar: An einem einzigen Monatsergebnis kann man noch keine generelle Trendwende festmachen. Dazu ist es noch zu früh. Aber: Abgesehen davon, dass die Region das Krankenhaus dringend braucht, hat sich offenbar auch für den Träger vieles verbessert. Eine Chance, das nachhaltig zu beweisen, hat die Klinik jedoch nicht bekommen.

Um im Bild eines Krankenhauses zu bleiben: Das Verhalten der CTT ist ungefähr so, als würde man bei einem Patienten, der auf der Intensivstation liegt, aber auf dem Weg der Besserung ist, einfach die Maschinen abstellen. Eine perfide Vorstellung.