Saarbahn muss nachjustieren

Seit einem halben Jahr fährt die Saarbahn bis Lebach. Nun mehren sich Beschwerden über Regulierung der Straßenschäden, mit der Taktung, und Anwohner klagen auch über Lärmbelästigung in der Nacht.

In der jüngsten Sitzung des Lebacher Stadtrates nahmen auf Antrag der SPD-Fraktion Andreas Winter und Daniel Bürtel, Saarbahn GmbH , Stellung zu den Beschwerden von Anwohnern und Kunden, die sich seit dem Einfahren der Saarbahn in Lebach vor einem halben Jahr angesammelt haben.

Kritikpunkt Fahrplangestaltung: Dazu erläuterte Winter , dass nachgebessert werden muss, was sich allerdings als sehr schwierig erweisen werde. Denn jede Veränderung hat große Auswirkungen. Da müssen Absprachen mit VGS und der Deutschen Bahn getroffen werden. Maximal eine Zeitspanne von sieben Minuten gebe es. Es soll aber möglich sein, dass die Schüler nach der sechsten Stunde die Saarbahn problemlos erreichen können, nach Ende der siebten Stunden sei es sehr schwierig, meinte Winter . Die neunte Stunde endet derzeit um 15 Uhr, statt 15.20 Uhr, damit die Schüler noch die Bahn erreichen.

Auch Jabach außerhalb der Schulzeiten häufiger anzufahren, ein weiterer Kritikpunkt, sei ein Kostenfaktor. Denn für die Benutzung der Strecke von Lebach nach Jabach muss der DB Miete gezahlt werden. In dem SPD-Antrag ging es auch um die Einsetzung eines Saarbahnsprinters. Um die Fahrzeit bis nach Saarbrücken zu verkürzen, würden dann nicht alle Haltestellen angefahren. Hierzu, so die Saarbahn-Leute, werde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Kosten ermitteln

Kritikpunkt Straßenregulierung: Erst müssten alle Gesamtkosten ermittelt werden, so Andreas Winter . Die Saarbahn stehe zu ihrem Wort, sich finanziell an der Schadensregulierung zu beteiligen. Für die Haltestelle Nord in Landsweiler sei zugesagt worden, die Stützmauer zu begrünen und Bäume zu pflanzen. Die Grünfläche in Jabach sei bereits gestaltet.

Kritikpunkt Abstellhalle: Anwohner aus Jabach klagen über nächtlichen Lärm. Elektromotoren brummen, Klimaanlagen laufen, Hupensignale reißen die Menschen aus dem Schlaf. Dazu hat die Saarbahn ein Gutachten erstellen lassen, erklärt Winter .

Über den Richtwerten

Das Gutachten besage, dass die Lärmbelästigung über den Richtwerten liegt. Nun sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie durch spezielle Abdichtungen die Geräuschimmission reduziert werden kann. Die vorgeschriebenen Hupsignale sollen bereits auf "der grünen Wiese" ausgeführt werden und nicht mehr in der Abstellhalle. Entsprechende Anweisungen müssen noch erteilt werden. Zwei zusätzliche Wartehäuschen sollen am Haltepunkt Jabach errichtet werden, eine weitere Zusage der Saarbahn.

Ein Burger-King soll neben Lidl im Gewerbegebiet gebaut werden. Auch dies war Thema im Stadtrat.