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Saarbahn beteiligt sich an Sanierungskosten

Die Saarbahn fährt in Landsweiler-Nord ein. Beim Bau der Trasse waren einige Straßen im Ort erheblich beschädigt worden. Foto: Fred Kiefer
Die Saarbahn fährt in Landsweiler-Nord ein. Beim Bau der Trasse waren einige Straßen im Ort erheblich beschädigt worden. Foto: Fred Kiefer FOTO: Fred Kiefer
Landsweiler. Einige Straßen in Lands- weiler hatten unter dem Bau der Bahntrasse sehr gelitten. Die Saarbahn will nun einen Teil der Reparaturkosten tragen. Monika Kühn

Die Saarbahn beteiligt sich an Sanierungskosten der Straßenschäden in Landsweiler. Diese gute Nachricht für die Landsweiler Bürger kam am Freitagnachmittag. "Selbstverständlich stehen wir zu unserem Wort und beteiligen uns an den Sanierungskosten der Straßenschäden, die unter anderem durch die Bauarbeiten an der neuen Saarbahntrasse im Ortsteil Landsweiler-Lebach entstanden sind." Mit diesen Worten kommentiert Saarbahn-Geschäftsführer Andreas Winter den Vorwurf des CDU-Ortsverbands Landsweiler, die Saarbahn blockiere eine Einigung.

Bei den Bauarbeiten an der neuen Saarbahntrasse im Ortsteil Landsweiler wurden einige der Ortsstraßen durch den Baustellenverkehr rege genutzt. Dadurch hätte sich der ohnehin schon schlechte Zustand der entsprechenden Straßen weiter verschlechtert. In damaligen Gesprächen mit der Stadtverwaltung Lebach habe die Saarbahn Netz GmbH ihre Bereitschaft erklärt, sich nach Beendigung der Bauarbeiten an der Reparatur zu beteiligen und "dies obwohl es hierfür keinen rechtlichen Anspruch gibt", sagt Winter. Die vom Baustellenverkehr befahrenen Straßen seien alle öffentliche Straßen ohne Nutzungseinschränkung.

Es sei 2013 vereinbart worden, dass nach Beendigung der Bauarbeiten der Zustand der Straßen mit dem Zustand der Straßen vor Baubeginn abgeglichen wird. Für diesen Zweck habe die Saarbahn Netz an die tätigen Baufirmen eine umfangreiche Bestandsaufnahme der Straßen vor Baubeginn beauftragt. Diese Bestandsaufnahme wurde der Stadtverwaltung Lebach Anfang 2016 zur Verfügung gestellt. Erst im April 2016 sei der Saarbahn Netz eine Kostenschätzung von der Stadtverwaltung Lebach übergeben worden, in der die Kosten für eine Erneuerung beziehungsweise Deckensanierung von zehn Straßen oder Straßenabschnitten ermittelt worden war. "Im September 2016 haben wir der Stadt Lebach eine Kostenbeteiligung für die Straßen, die vom Baustellenverkehr stark befahren wurden, von bis zu 40 Prozent angeboten. In Anbetracht des schlechten Zustands der Straßen vor Baubeginn halten wir dies für eine angemessene Beteiligung unsererseits", betont Winter.

"Da die Baumaßnahme der Saarbahn durch Bund und Land gefördert wird, muss hier auch darauf geachtet werden, dass die Förderrichtlinien von Bund und Land eingehalten werden. Dies ist Voraussetzung, dass sich die Saarbahn an den Reparaturkosten der betroffenen Straßen beteiligen kann."