Rot für wackelnde Grabsteine

Die Stadt Lebach hat auf den Friedhöfen die Standfestigkeit der Grabsteine überprüft. Nicht mehr sichere Denkmäler wurden mit einem roten Punkt versehen. Das sorgt für Unmut.

Auf Anregung von SPD-Mitglied Lothar Schmidt befasste sich der Ortsrat Lebach mit der Überprüfung der Standfestigkeit der Grabsteine auf dem Lebacher Friedhof. Die nicht mehr sicheren Denkmäler wurden, wie auf den übrigen Friedhöfen der Stadt, mit roten Aufklebern versehen. Diese sorgten jedoch für Unmut.

Öffentliche Prüfungstermine

Der Ortsrat beschloss auf Anregung eines betroffenen Lebacher Zuhörers, die Stadt zu bitten, in Zukunft anstehende Prüfungstermine öffentlich bekannt zu geben. Damit sollen Betroffene die Chance haben, bei der Prüfung der Standfestigkeit ihres Grabsteines dabei zu sein.

Die Frage wurde an die Stadt gestellt, ob die Prüfungen, welche von geschulten Mitarbeitern durch Drücken gegen den Grabstein rein subjektiv vorgenommen werden, nicht durch Messgeräte objektiviert werden könnten.

Die Stadt hatte gegenüber dem Ortsrat erklärt, dass Betroffene schriftlich über einen Verwaltungsbescheid, der auch einen Rechtsbehelf beinhaltet, informiert werden, wenn drei Wochen nach Aufbringen des roten Aufklebers nichts geschieht; das heißt, wenn bei der Stadt nicht nachgefragt werde beziehungsweise wenn der bemängelte Grabstein nicht befestigt sei.

Hier wünscht sich der Ortsrat, dass von Anfang an den Betroffenen eine Ansprechstelle im Rathaus genannt wird - etwa über eine Telefonnummer auf dem Aufkleber -, die erklärt, worum es geht und was zu tun ist.

Friedhofsamt hilft

Eine spätere Nachfrage beim Friedhofsamt ergab, dass die Verantwortlichen auch auf Wunsch vor Ort zeigen, inwiefern die Standfestigkeit des Grabsteines gefährdet ist. Man solle einfach beim Friedhofsamt im Lebacher Rathaus anrufen.

Der Lebacher Ortsrat stellte an die Verwaltung den Antrag, zu erklären, wie sie die jährliche Prüfung der Standsicherheit der Grabsteine auf den Friedhöfen durchführt werden. Dabei interessiert vor allem, mit welchen Messmethoden vorgegangen wird, wie die Messung dokumentiert wird und wie die von der Messung Betroffenen informiert werden.