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Lehrschwimmbecken der Förderschulen bleibt ohne Wasser
Rettendes Ufer ist nicht in Sicht

FOTO: Robby Lorenz / SZ

Es ist verhext. Nachdem die Nutzer des Lehrschwimmbeckens 2016 Hoffnung geschöpft hatten und das Bad nutzen konnten, sitzen sie seit Dezember 2016 wieder auf dem Trockenen. Das ist schlimm für die Schüler, die seither keine einzige Schwimmstunde mehr hatten. Und was das bedeutet, vor allem für die Schüler der Förderschulen, braucht man wohl nicht zu erwähnen. Viel schlimmer ist die Haltung der Ministerien. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Thema auf die lange Bank geschoben wird. Im Dezember schreibt das Kultusministerium, die Firma sei beauftragt. Gut. Und seither? Warum dauert das so lange, bis ein Kostenvoranschlag vorliegt? Hat man der Firma keine Frist genannt? Denn ohne Kostenanalyse kann das Ministerium dem Rechnungshof keinen Bericht vorlegen. Und ohne die Kosten kann man auch nicht sagen, was machbar ist und was nicht. Ist überhaupt noch was zu retten? Liebes Ministerium. Auch wenn Lebach weit weg ist, wäre es schön, wenn man zumindest das Gefühl hätte, da kümmert sich einer. Denn jeder weiß, wie lange es dauert, bis nach der Kostenanalyse die Gelder bereitgestellt, die Firmen beauftragt und die Arbeiten ausgeführt sind. Ich finde, die Schulleitungen, Lehrer, Eltern und Schüler haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie und wann es weitergeht. Und ob überhaupt.