Resolution im Stadtrat Lebach für das Krankenhaus in der Theelstadt

Kostenpflichtiger Inhalt: Nordsaarlandklinik : Stadtrat Lebach fordert Ende der Debatte

„,Ja’ zu unserem Lebacher Krankenhaus – Ende der Debatte um die Zukunft unseres Krankenhauses!“ Eine Resolution mit diesem Titel hat der Stadtrat der Theelstadt jetzt einstimmig verabschiedet.

In Lebach herrscht große Sorge. „Ist der Krankenhausstandort in der Stadt in Gefahr?“, lautet die bange Frage. Droht eine „wie auch immer geartete Nordsaarlandklinik“ die Zukunft des Lebacher Krankenhauses zu zerstören? Der Stadtrat hat jetzt dazu einstimmig eine Resolution verabschiedet. „,Ja’ zu unserem Lebacher Krankenhaus – Ende der Debatte um die Zukunft unseres Krankenhauses!“, ist deren Überschrift.

Der Hintergrund: Seit Beginn dieses Jahres wird intensiv über eine Nordsaarlandklinik gesprochen. Vor allem seit das Krankenhaus Wadern Ende 2017 geschlossen worden war, kam das Thema immer wieder auf. Jetzt wurde es unter anderem durch einen Vorstoß der SPD-Landtagsabgeordneten Monika Holzner und Magnus Jung befeuert: Die Landkreise Merzig-Waden und St. Wendel sollten sich finanziell am Bau einer solchen Klinik beteiligen und danach von einem regionalen Krankenhausträger für den Klinikbetrieb Pacht einstreichen.

Zustimmung dafür gab es aus den Hochwald-Kommunen Wadern, Nonnweiler und Weiskirchen. Deren Räte haben sich in Resolutionen für Wadern als Standort dieser Klinik ausgesprochen. Ablehnung der Initiative aus der SPD-Landtagsfraktion kam zum einen vom CDU-Kreisverband Merzig-Wadern, zum anderen aber auch in scharfer Form vom Saarlouiser Landrat Patrik Lauer. Er nannte die von seinen Parteifreunden „vom Zaun gebrochene Diskussion in keiner Weise zielführend und sogar schädlich“.

Die politische Auseinandersetzung ist in vollem Gang. Konflikte gibt es in den Parteien selbst, zwischen Parteien sowie in den Sichtweisen auf Gemeinde-, Landkreis- und Landesebene. Gewerkschaftliche Stellungnahmen wie von Verdi kommen dazu. Die Diskussionen hält Lauer für fatal: „Sie sind vielmehr zum jetzigen Zeitpunkt allein geeignet, diejenigen Träger, die in ihre Krankenhäuser investieren möchten, sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verunsichern und damit die bestehenden Standorte zu verschlechtern.“

Der Saarlouiser Landrat sagte der SZ ferner: „Im schlimmsten Fall könnte dann am Ende eine noch schlechtere Versorgung stehen.“ Folglich sei die aktuelle Debatte „gerade für uns im Landkreis Saarlouis ausgesprochen ärgerlich“.

Ärgerlich besonders in Lebach. Vor über einem Jahr, so wird die Resolution eingeleitet, wurden auf dem Krankenhausgelände Bäume gerodet – dort wo ein neues Bettenhaus gebaut werden soll. Startschuss für die „dringend notwendige Sanierung“. Doch, so heißt es in der Resolution, symbolisiere die Brachfläche „mittlerweile Stillstand und Verunsicherung“. Der Stadtrat sieht den Grund dafür in der Nordsaarlandklinik-Diskussion. Ob ein solches Haus überhaupt realisierbar ist, sei sehr zweifelhaft. „Außer Zweifel steht jedoch die schädliche Wirkung der aktuellen Hängepartie für die bestehenden Krankenhäuser“, heißt es im Resolutionstext. Und weiter: „Wir fordern daher alle Beteiligten dringend auf, zeitnah ein tragfähiges Konzept zur Zukunft unseres Lebacher Krankenhauses vorzulegen, damit eine hochwertige medizinische Versorgung der Menschen in unserer Region langfristig gesichert ist.“ Und wenn eine sogenannte Nordsaarlandklinik eingerichtet werden sollte, dann „bietet sich Lebach als besonders geeigneter Standort an“.