Rennwiese La Motte in Lebach mit neuem Konzept

Auf der Rennwiese La Motte : Lebach hat logistisch einiges vor

Auf der Rennbahn müssen die Voraussetzungen für das Zeltfestival 2019 und die Auftritte von Udo Lindenberg ’20 geschaffen werden.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Wie mehrfach berichtet, gibt es in Lebach für die Grüne Woche auf der Rennwiese La Motte ein neues Konzept. Viele Überlegungen wurden angestellt, Ideen entwickelt, Gespräche geführt: Dann waren sich Stadtverwaltung und Rat einig, dass die Rennwiese La Motte das geeignete Gelände hergibt, um auch musikalisch durchzustarten.

Das Zelt wird „infield“ aufgebaut, das heißt, am Rennsonntag laufen die Pferde auf der Bahn, die Zuschauer können sowohl wie bisher von außen zuschauen, aber auch vom Innenbereich. Toni Bartz von der Stadt Lebach, der mit in die Organisation eingebunden ist: „Neue Aspekte auch für die Zuschauer. Natürlich geht es dabei auch um das Thema Sicherheit. Aber wir sind dabei, alle Möglichkeiten auszuschöpfen.“ Das heißt beispielsweise, dass die Rennleitung einen Mann mehr einsetzt als bisher, weil das Zelt einen kleinen Teil der Rennbahn im hinteren Bereich verdeckt.

Was sich einfach anhören mag, war nicht nur für Roman Werth ein hartes Stück Arbeit. Die Stars nach Lebach zu bekommen, war dabei ein Aspekt. Aber wie löst die Stadt die Infrastruktur, die Logistik? Immerhin erwartet Lebach zum Zeltfestival Saar, so nennt sich der Programmpunkt, mehrere tausend Besucher. Da müssen Punkte geklärt werden, wie Parkplätze, Strom, Wasser und Abwasser.

Das sind nur einige Aspekte, die bis zum September geregelt werden müssen. Und danach? Die Grüne Woche beziehungsweise das neue Konzept mit Zeltfestival könnte so etwas wie das Versuchskaninchen, also ein Event im Kleinen, sein.

Bei allen glücklichen Umständen, die zusammentrafen, um das Zeltfestival und die beiden Open-air-Konzerte mit Udo Lindenberg im Juni nächsten Jahres auf der Rennbahn mit mehreren tausend Besuchern anpacken zu können, darf auch Karl-Hubert Brodback, der Landwirt, dem das Gelände La Motte gehört, nicht vergessen werden. Wenn er nicht mitgespielt hätte, wäre das alles nicht möglich.

Immerhin geht es um die Bereitstellung von Strom, Wasser und Abwasserkanal. Und da beim Zeltfestival bis zu 7000 Besucher täglich möglich sind, müssen die Kapazitäten erhöht werden. Das wird möglich, weil der Stadtrat den Kosten zugestimmt hat – 82 000 Euro für Strom und 81 000 Euro für Wasser. Es wird für die Wasserversorgung beim Festival eine Druckerhöhungsanlage geben. Die bestehende Trafostation, die 1000 KVA (Kilovoltampere) bringt, bleibt. Für die Lindenberg-Konzerte im Juni 2020 müssen allerdings nochmal 1000 KVA dazu kommen.

Neben der Versorgung mit Strom und Wasser sowie der Abwasserableitung spielt der Verkehr eine große Rolle. Die Besucher sollten am besten öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Die Anbindung von Lebach ist gut, die Saarbahn hält in unmittelbarer Nähe, eine Viertelstunde zu Fuß. Außerdem stehen innerstädtisch 2000 Parkplätze zur Verfügung.

Für 2020 muss das Konzept dann etwas erweitert werden. Bei jeweils 20 000 und mehr Besuchern, die die Stadt Lebach für die Konzerte von Udo Lindenberg erwartet, soll mit der Bahn geklärt werden, dass der Ausstieg temporär auf die rechte Seite gelegt werden kann. Ebenso geht es um die Wegeführung zum Festivalgelände, die über eine Brücke geleitet werden muss. Auch ist in Planung, Shuttle-Busse einzusetzen, die beispielsweise vom Park-and-Ride-Parkplatz in Landsweiler fahren.

www.lebach.de

Auf die Lebacher Rennwiese La Motte lockt am Sonntag der Grünen Wochen nicht nur das Pferderennen, sondern auch das Zeltfestival Saar. Auf der grünen Wiese (auf unserem Archivbild im Hintergrund) wird das Zelt mit Platz für bis zu 7000 Besuchern aufgebaut. Foto: atb-thiry/atb-thiry/Fotograf-Bonenberger

www.udo-lindenberg.de

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