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Regenüberlaufbauwerk in Aschbach wird für 700 000 Euro erneuert

EVS informiert : EVS investiert 700 000 Euro für neuen Regenüberlauf in Aschbach

In der Flurstraße und der Brümburgstraße kann es zu Lärm und mehr Verkehr kommen. Der EVS bittet um Verständnis.

In diesem Monat beginnt der Entsorgungsverband Saar (EVS) mit der Erneuerung eines Regenüberlaufbauwerks im Lebacher Stadtteil Aschbach. Das Bauwerk befindet sich im Wiesengelände zwischen der Koblenzer Straße (B 269) in Höhe Hausnummer 44 und der Theel. Im Januar wurde bereits das Baufeld abgesteckt, um die notwendigen Rodungsarbeiten, die bis Ende Februar abgeschlossen sein müssen, vorzubereiten.

Wie der EVS mitteilt, wird der Neubau ein Bauwerk aus dem Jahre 1970 ersetzen, das nicht mehr dem Stand der Technik entspreche. Die Kosten für das Projekt, das voraussichtlich im Dezember abgeschlossen sein wird, belaufen sich auf rund 700 000 Euro.

Wie der EVS weiter informiert, kann es während der Bauarbeiten in der Flurstraße und in der Brümburgstraße zu Lärmbelästigungen und einem höheren Lastwagenverkehr kommen. Der Verband werde bemüht sein, „die Unannehmlichkeiten bei der Umsetzung dieses für den Umweltschutz wichtigen Projektes auf ein Mindestmaß zu reduzieren“ und bittet die Anwohner um Verständnis.

Zum Hintergrund der Arbeiten erklärt der EVS, dass das Sammlersystem im Saarland überwiegend im Mischsystem betrieben wird, das heißt, dass das häusliche Abwasser und das Regenwasser von befestigten Flächen im gleichen Kanal abgeleitet werden.

Da die Sammler bei Regen durch überdurchschnittlich große Wassermengen oft überlastet seien, würden im Kanalsystem sogenannte Regenwasser-Behandlungsanlagen eingebaut. Deren Funktionsweise: Kommt mehr Wasser an, als der Hauptsammler aufnehmen kann, wird dieses zunächst im Regenrückhaltebecken gespeichert. Durch die Speicherung soll vermieden werden, dass der erste konzentrierte Schmutzstoß (durch mitgeschwemmte, im Kanal befindliche Ablagerungen) in die Theel gelangt.

Nach kompletter Befüllung des Beckens erfolgt der Abfluss des dann stark verdünnten und somit unschädlichen Mischwassers über das neu zu bauende Regenüberlaufbauwerk in den Bachlauf.

Die Anlagen sind, laut den Verantwortlichen, so ausgelegt, „dass die geringe Schmutzstoffmenge, die letztendlich noch in den Bach eingetragen wird, über die Selbstreinigungsfähigkeit des Baches leicht abgebaut werden kann. Es kommt also zu keinerlei Schädigung des Gewässers – im Gegenteil: Durch die Schaffung des Speichervolumens wird das Gewässer stark entlastet.“

Das im Regenüberlaufbecken gespeicherte stärker verschmutzte Abwasser wiederum wird nach Abklingen des Regenwetters mithilfe einer Abflusssteuerung dosiert über den Hauptsammler in Richtung Kläranlage abgegeben.