Preise für den Blindenstock mit Fledermaus-Technik

Preise für den Blindenstock mit Fledermaus-Technik

Wo die Augen nicht mehr mitspielen, müssen Hilfsmittel her, um die Welt zu erkennen. Beispielsweise ein Stock.

Den klassischen Blindenstock haben zwei Schülerinnen des Lebacher Geschwister-Scholl-Gymnasiums wesentlich verbessert und damit bei "Schüler experimentieren 2013" einen ersten Preis erlangt. Am Donnerstagnachmittag erhielten sie zudem den mit 1000 Euro dotierten Verkehrssicherheitspreis von Landkreis Saarlouis und Kreisverkehrswacht Saarlouis.

Bei dem Termin im Kreisständehaus demonstrierten Dana Fritzinger und Julie Hohmann ihre Entwicklung. Ein Dreivierteljahr haben sie an dem High tech-Stock gearbeitet, stellten sie der Saarbrücker Zeitung dar. Den Anstoß dazu gaben Schüler der in Nachbarschaft des Gymnasiums gelegenen Louis-Braille-Schule, Förderschule für Blinde und Sehbehinderte. Anfangs hätten sie überlegt, den Stock mit Infrarot zu versehen. Aber dabei wäre der Winkel zum Erfassen von Objekten zu klein gewesen. Schließlich übernahmen beide das Prinzip der Fledermaus. Die erkennt Objekte mittels Ultraschall.

Der Blindenstock von Fritzinger und Hohmann sendet regelmäßige Pieptöne aus. Nähert sich der Sehbehinderte damit einem Hindernis, kommen die Töne immer schneller. Das gilt nicht nur für Objekte am Boden, sondern auch für offene Fensterscheiben. Für die erforderliche Technik recherchierten die Schülerinnen im Internet.

Jetzt soll der Stock noch einfacher und leistungsfähiger werden. Dazu habe sich bereits das renommierte Fraunhofer-Institut eingeschaltet, sagte Monika Bachmann als Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, um Fritzinger und Hohmann zu helfen.