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Polizei: Werkstatt und Autos brennen neben Wohnhaus in Lebach Feuerwehr

Polizei Lebach : Werkstatt und Garage mit Autos brennen direkt neben Haus

Schlimmer Brand in Lebach-Steinbach am Sonntagmorgen: Drei Menschen wurden verletzt, der Sachschaden ist hoch.

Ein Brand in der Pestalozzistraße in Lebach-Steinbach ist der Polizei am Sonntagmorgen gemeldet worden. Zu der brennenden Werkstatt direkt neben einem Wohnhaus rückten um 5.39 Uhr unverzüglich neben Kräften der Polizeiinspektion Lebach die Feuerwehren Lebach, Aschbach, Dörsdorf und Thalexweiler sowie zwei Rettungwagen aus.

Die fünf Bewohner des Anwesens hatten das Haus bereits verlassen und wurden durch Nachbarn und Rettungssanitäter betreut. Zwei Bewohner wurden leicht verletzt und mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Lebach verbracht, eine Anwohnerin brach sich bei einem Sturz den Arm. Auch ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten mit Prellungen leicht verletzt.

Die Feuerwehr löschte das in Vollbrand stehende Nebengebäude. Zu diesem gehören eine Werkstatt und Garage, dort waren unter anderem drei Autos abgestellt.

Ein Teil des Gebäudes ist eingestürzt. Es entstand Sachschaden im mindestens fünfstelligem Bereich, meldet die Polizei. Das benachbarte Wohnhaus wurde nur durch Ruß in Mitleidenschaft gezogen. Die Ermittlung zur Brandursache dauert derzeit noch an.

Gegenüber unserer Zeitung dankte die Besitzerfamilie Groß-Kerber den Einsatzkräften. Die Feuerwehr habe mit beherztem Einsatz verhindert, dass sie vor dem Nichts stünden. Zwar habe der Brand die Werkstatt und damit einen über Generationen gepflegten Hobbybetrieb und Treffpunkt von autobegeisterten Freunden völlig zerstört, doch als die Nachbarin den Brand bemerkte, hätten die Flammen schon das Dach durchbrochen.

Das Wohnhaus sei in großer Gefahr gewesen, denn nur wenige Meter trennen Werkstatt und Wohngebäude. „Wir verdanken der Wehr, dass wir jetzt nicht vor dem Nichts stehen und wollen Feuerwehr und Rotem Kreuz Danke sagen.“

Die Familie äußerte sich im Gegenzug enttäuscht über den Auftrieb an Schaulustigen. Den ganzen Sonntag über seien Autos in die Sackgasse gekommen, um sich den Schaden anzusehen. Nachdem bei Facebook über den Brand berichtet wurde, seien pausenlos Menschen gekommen, sagen sie. „Die könnten mal eine Spende in den Briefkasten werden“, äußerte sich eine Anliegerin erbost.

In der Werkstatt wurde Autos repariert und gewartet. Gewerblich sei dort nicht gearbeitet worden, so die Familie. Montag komme ein Gutachter, der entscheiden müsse, ob die Werkstatt abgerissen werden muss.