1. Saarland
  2. Saarlouis
  3. Lebach

Pedersch Kreuz in Niedersaubach erstrahlt in neuem Glanz

Pedersch Kreuz in Niedersaubach erstrahlt in neuem Glanz

Niedersaubach. Agnes und Lorenz (in Niedersaubach besser bekannt als "Lor") Scherer hatten sich schon 1989 und 1998 des ältesten Niedersaubacher Wegekreuzes angenommen; damals hatte Walter Lesch (Thalexweiler) die Sanierung mit durchgeführt

Niedersaubach. Agnes und Lorenz (in Niedersaubach besser bekannt als "Lor") Scherer hatten sich schon 1989 und 1998 des ältesten Niedersaubacher Wegekreuzes angenommen; damals hatte Walter Lesch (Thalexweiler) die Sanierung mit durchgeführt. Nun aber war das Barockkreuz, das ursprünglich auf der gegenüber liegenden Straßenseite bei Pedersch (Riehm) stand, durch Verwitterung schwer angegriffen. Die von Familie Lorenz, welche dieses Kreuz nach dem Bau ihres Hauses 1961 am jetzigen Standort aufgestellt hatte, beauftragten Bildhauer Wilhelm & Reis aus Überroth versuchten, das Kreuz zu bergen, um es in ihrer Werkstatt von Grund auf zu restaurieren. Dabei zerbrach es in 17 Teile, weil die Eisendübel, welche die unterschiedlichen Steinteile über die Jahrhunderte zusammen gehalten hatten, völlig durchgerostet waren. In Überroth setzten Wilhelm & Reis das Kreuz neu zusammen; sie verleimten und verpressten die geborgenen Teile und stabilisierten den Rücken des Kreuzaufbaus durch einen Edelstahlstab, der die nächsten Jahrhunderte der Witterung standhalten wird. Nun erstrahlt Pedersch Kreuz in neuem, goldenen Glanz. Die Säule, welche die Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes trägt, beinhaltet im Kapitell eine Kartusche, auf der steht: "1733 IST DAS CHREITZ GOTT ZU EHREN AUFG." Und im Säulenfuß steht zu lesen: "O CRUX AVE SPES UNICA", das heißt auf Deutsch "Oh Kreuz, sei gegrüßt, Du einzige Hoffnung". Damit scheint klar, dass dieses Barockkreuz das älteste in Niedersaubach errichtete ist. Und der Sinnspruch gibt das Lebensgefühl einer Generation wieder, deren Vorfahren die unbeschreiblichen Gräuel des Dreißigjährigen Krieges und des sich anschließenden Reunionskrieges (Frankreich hatte versucht, sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts die linken Rheinlande einzuverleiben) erlebt hatten. Die Wiederbelebung des Dorflebens war sicherlich nicht einfach gewesen. Agnes und Lorenz Scherer haben vor, das Kreuz einsegnen zu lassen, wenn auch der Altar, der die Säule und die Kreuzigungsgruppe trägt, neu angemalt ist. red/kü