Meinung Pfarrei Lebach : Nicht einfach Tatsachen schaffen

Meinung Pfarrei Lebach : Nicht einfach Tatsachen schaffen

Lebach hat sich gewehrt. Sachlich, fair und vor allem mit guten Argumenten. Das muss ankommen. Sachlich und fair war Trier Lebach gegenüber allerdings nicht. Ohne Vorwarnung Tatsachen schaffen, auch wenn es sich nur um einen zweiten Entwurf handelt.

Das war ein Affront nicht nur gegenüber den Hauptamtlichen. Auch die Gläubigen und die Ehrenamtlichen fühlen sich enttäuscht und frustriert. In vielen Sitzungen wurde überall versucht, die XXL-Pfarreien den Menschen schmackhaft zu machen. Und dann soll es auf einmal keine Pfarrei der Zukunft Lebach geben? Die Mitte des Saarlandes wird kirchlich gesehen zum blinden Fleck. Auch das Votum aus Uchtelfangen, das sich für Lebach ausgesprochen hatte, wurde ignoriert. Dass Illingen sich gewehrt hat, ist legitim. Gilt am Ende aber die Devise, nur wer laut schreit, gewinnt? Im Sinne der Synode würde es Trier gut tun, den zweiten Entwurf zu überdenken. Lebach hat starke Argumente. Das Bistum steht noch vor großen Herausforderungen. Nicht, dass schon zu Beginn viel Porzellan zerschlagen wird. Mit Entscheidungen über die Köpfe der Menschen hinweg schafft man kein Vertrauen, sät nur Unmut, Frust, Resignation.

Mehr von Saarbrücker Zeitung