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Ehrenamtliche Hospizhelfer in Lebach und Dillingen : Neue Hospizhelfer nehmen Ehrenamt auf

Ehrenamtliche Hospizhelfer in Lebach und Dillingen : Neue Hospizhelfer nehmen Ehrenamt auf

Neun Monate lang wurden zwölf Frauen und drei Männer zu Hospizhelfern ausgebildet. In Piesbach bekamen sie ihre Zertifikate.

„Beim Tod eines nahen Angehörigen habe ich am eigenen Leib erfahren, wie gut es tut, wenn es jemanden gibt, der einem zur Seite steht.“ Solch eine Antwort hört man häufig, wenn man Menschen befragt, warum sie sich ehrenamtlich in der Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen engagieren möchten. Ein anderer sagt: „Ich war selbst ernsthaft erkrankt und den Menschen so dankbar, die sich nicht von mir abwandten, sondern Zeit für mich und ein offenes Ohr für meine Wünsche, meine Befürchtungen und Sorgen hatten.“
Die ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentren (AHPZ) des Caritasverbandes Saar-Hochwald machen es sich schon seit Jahren zur Aufgabe, Menschen in der Situation von unheilbarer Erkrankung, Sterben und Tod nicht alleine zu lassen. Dabei ist das ehrenamtliche Engagement eine wesentliche Stütze der Hospizarbeit.
Die ehrenamtlichen Hospizhelfer besuchen Schwerkranke in ihrer häuslichen Umgebung. Sie stellen den Erkrankten und ihren Angehörigen ihre Zeit zur Verfügung und richten sich dabei ganz nach den individuellen Bedürfnissen. Wo Gespräche guttun, wo Ängste, Sorgen oder letzte Wünsche thematisiert werden, nehmen sie sich die Zeit zum Zuhören.

Hospizhelfer sind aber ebenso bereit, schweigend bei einem kranken Menschen zu wachen und dadurch auch die Angehörigen zeitweise zu entlasten.
An dem neunmonatigen Vorbereitungskurs, der von den Krankenkassen mitfinanziert wurde, nahmen dieses Mal zwölf Frauen und drei Männer teil. Der Kurs umfasste insgesamt 14 Abendtermine, drei Tagesveranstaltungen, ein Einführungswochenende sowie ein 20-stündiges Praktikum. Die Kursleitung hatten die Koordinatorinnen Anja Meisberger, Monika Eisenbarth und Anette Kerwer übernommen. Zu verschiedenen Themen wurden externe Referenten hinzugezogen.
Beim Kursabschluss im Pfarrsaal in Piesbach überreichte Caritasdirektor Hermann-Josef Niehren den neuen Hospizhelfern ihre Zertifikate. Zuvor hatte die Gruppe einen gemeinsamen Wortgottesdienst unter der Leitung von Pastoralreferent Michael Mlynski gefeiert.
Insgesamt engagieren sich in den Hospizgruppen im Landkreis Saarlouis jetzt mehr als 100 Hospizhelfer. Für
Betroffene ist die Inanspruchnahme der Dienste der Hospiz- und Palliativberatungszentren unentgeltlich.
Ansprechpartnerinnen sind die Koordinatorinnen in Saarlouis, Titzstraße 2, Telefon (0 68 31) 7 69 89 53 und in Lebach, Mottener Straße 61, Telefon (0 68 81) 53 79 96.