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Nasses Wieslein gegen Café Waldfrieden getauscht

Die Wandergruppe auf dem Weg nach Höchsten. Foto: Andreas Engel
Die Wandergruppe auf dem Weg nach Höchsten. Foto: Andreas Engel FOTO: Andreas Engel
Lebach. Von Aschbach nach Höchsten und retour ist von der Wanderstrecke 8,7 Kilometer eine mittlere Herausforderung. Die haben am Sonntag wie berichtet gut 80 Gäste gerne auf sich genommen. Denn der Lohn beim dritten "Wieslein deck dich!" der Kreis-Touristik waren ein schöner Weg mit herrlichen Ausblicken, feine Verpflegung und nicht zuletzt an einigen Stellen sehr gut präsentierte Informationen zur Geologie und zur Geschichte von Edith und Eric Glansdorp. Mathias Winters

Dass es wie schon bei der Premiere 2014 auf dem zu deckenden Wieslein zu nass war, um Picknick-Decken auszubreiten, bedeutete keine Einschränkung des Genusses, denn der deftige Inhalt aus den Körben mundete auch an den Tischen im überdachten Biergarten des Cafés Waldfrieden auf Höchsten.



Es ist ein Gang durch schöne Landschaft und durch das, was die Landschaft zu bieten hat. Ob Honig und Brot aus der Nähe wie vor dem Start am Weiher der Angelfreunde Aschbach, Käse und Wurst von heimischen Herstellern beim Picknick oder "Schnapsideen aus dem Saarland": Es sind die regionalen Produkte, die "Wieslein deck dich!" so attraktiv machen.

Das zog sich wie ein feiner Faden vom morgendlichen Start bis zum Ausklang am Nachmittag, wiederum am Weiher mit köstlichen Kuchen und Torten in eigener Aschbacher Hausfrauen-Kunst geschaffen. Dazu gab es Musik und Gesang - und durchweg zufriedene Wandersleut'.

Wenn Landrat Patrik Lauer augenzwinkernd darauf verwiesen hatte, dass eine dreimalige Wanderung im Saarland ja schon eine Traditionsveranstaltung sei, gingen da viele der Gäste mit. Sie fragten schon, wo es denn kommendes Jahr hingeht.

Meinung:



Wirte, übernehmen Sie!

Von SZ-Redakteur Mathias Winters

Wieslein deck dich! ist kein weltweites Alleinstellungsmerkmal des Landkreis Saarlouis. Gourmet-, Wein- oder Landschaft-schmeckt-Wanderungen gibt es auch andernorts. Wir haben hier aber eine gute Idee der Touristiker, die mit viel Einsatz jetzt zum dritten Mal erfolgreich umgesetzt wurde.

Das Ziel war jedoch von Anfang an, dass die öffentliche Vorlage dann privat verwandelt würde. Die Dienstleister von der Kreistouristik haben gezeigt, wie es geht. Jetzt sollten die Dienstleister in der Gastronomie ihnen folgen, und mit der eingeführten Attraktion weiter arbeiten. Auf eigene Kosten zwar, aber eben auch zum eigenen Profit - sei er mittelbar beim Image oder sei er direkt, wenn der Leistungserbringer es klug kalkuliert. Der Appell ist kurz und eindeutig: Wirte, übernehmen Sie!