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Hotelbesucher tun sich mit moderner Technik schwer
Türöffner – von Hand zu Fuß

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Manch einer wähnte sich bei der Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ Bei einem Besuch in einem neuen Vier-Sterne-Hotel öffnete sich so manche Tür automatisch oder eben auch nicht. Türgriffe Fehlanzeige. Von Astrid Dörr

Modern, toll, sieht gut aus. Alles schön und gut. Beim Rausgehen auf die Terrasse war die erste Hürde zu nehmen. Bewegungsmelder? Kamera? Lichtschranke? Keine Ahnung. Nichts tut sich. Tür bleibt zu. Der Blick geht zu den anderen Gästen, die nach draußen wollen oder von draußen rein. Wie machen die das denn? Beim Blick rundum entdecke ich ein Schild: Ah, eine Anleitung.


Toll! Aber wo ist der Knopf oder Drücker, der da abgebildet ist? Unauffindbar. Also ich bin blond, aber doch nicht blöd, oder? Da entdecke ich ein kleines, rundes Licht auf dem Boden. Aber das hat doch nichts mit der Tür zu tun, viel zu weit weg vom Geschehen. „Sie müssen da mit dem Fuß drauf treten“, ertönt eine freundliche Stimme hinter mir. Ok. Gesagt, getan, und siehe da: Sesam, sprich Tür öffnet sich.

Beim Essen auf der Terrasse dann hatte ich meinen Spaß: denn mit dem Wissen, wie sich die Tür öffnet, macht das Beobachten der anderen Gäste doppelt Spaß. Denn denen ging es genauso wie mir. Technik hin, Technik her, die herkömmliche Art eine Tür zu öffnen, nämlich mit Griff, wäre mir lieber. Auch wenn es für die Bedienungen natürlich leichter ist, mit dem Fuß die Tür zu öffnen. Die Hände brauchen sie ja, um die Tabletts zu tragen. Aber ich frage mich, wie haben die das denn früher gemacht?