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Primiz Michael Meyer
Michael Meyer feiert Primiz in Landsweiler

Der promovierte Theologe Michael Meyer feiert seine Primiz am Pfingstsonntag in seinem Heimatort Landsweiler.
Der promovierte Theologe Michael Meyer feiert seine Primiz am Pfingstsonntag in seinem Heimatort Landsweiler. FOTO: Thewalt / THEWALT
Landsweiler . Der 40-Jährige wird am Samstag zum Priester geweiht. Am Sonntag ist die Messe in St. Donatus. Von Monika Kühn

„Geht in alle Welt und lehret das Evangelium.“ Diese Worte aus dem Matthäus-Evangelium sagt Michael Meyer nicht so einfach dahin. Er lebt sie, und das seit vielen Jahren. Der 40-Jährige aus Landsweiler wird am Samstag im Hohen Dom zu Trier zum Priester geweiht. Seine Primiz feiert er in seiner Heimatpfarrei St. Donatus Landsweiler an Pfingstsonntag, 20. Mai, 10.30 Uhr, im Hochamt.


Der promovierte Theologe sieht sich als Weltpriester, die Mission ist sein Thema. Zu seiner Primizfeier kommen nicht nur die üblichen Gäste; Meyer erwartet Mitstreiter, Kollegen und Freunde aus der ganzen Welt. Da er über sieben Jahre als Partnerschaftsbeauftragter der Bistümer Trier und Hildesheim in Bolivien tätig war, kommt von dort auch eine große Gästeschar. Unter anderem die Gruppe Los Mochos, die mit ihrer Barockmusik in Europa auf Konzertreise ist. Wegbegleiter aus dem Kongo, aus Burkina Faso, von Missio Aachen, von der Pilgerseelsorge aus Santiago de Compostela oder aus verschiedenen Universitäts-Städten – sie alle wollen den Tag mit dem Neupriester feiern.

Bolivien bezeichnet Meyer als seine „Lebensschule“. In Südamerika habe er eine andere Art von Frömmigkeit kennengelernt. „Wir haben Funktionäre, Kirche muss aber von jedem Einzelnen gelebt werden.“ Er verweist dabei auf Paulus, den ersten Wandermissionar. Dieser habe die Menschen befähigt und sei dann weiter gezogen. Natürlich ist auch Kirche vor Ort wichtig. „Wir werden viel kleiner werden“, ist sich Meyer sicher. Aber die Menschen seien auf der Suche nach Spiritualität. Das habe er in zahlreichen Gesprächen bei seinen vielen Reisen immer mehr erfahren.



Meyer ist als Diakon in der Pfarrei St. Eligius in Völklingen eingesetzt. Dort wird er auch mit einer halben Stelle als Kaplan bleiben und weiterhin „an sozialen Brennpunkten“ seinen Dienst tun. Die sonstige Zeit ist er wie bisher als Erkunder zusammen mit dem ehemaligen Eppelborner Pastor Matthias Marx und Ingeborg Paproth-Leinen in Idar-Oberstein, Saarbrücken, Saarburg und St. Wendel unterwegs. Bei der Synode war er schon als theologischer Berater dabei.

Den Primizspruch hat sich Michael Meyer aus dem zweiten Buch Mose (Exodus) gewählt: „Sieh, das Schreien meines Volkes ist zu mir gedrungen, ich kenne ihr Leid. Und nun geh, ich sende dich: Ich bin da.“ Eine weitere Primizfeier wird es im Juli in Bolivien geben und zwar in Concepción. Dann findet dort in Santa Cruz ein Missionskongress statt.

Bolivien hat Meyer eigentlich sein ganzes Leben in irgendeiner Form begleitet. Hat er doch über Jahre zusammen mit jungen Leuten aus Landsweiler die Bolivien-Kleidersammlung organisiert. 1997 war er erstmals dort. Und das Land lässt ihn nicht mehr los. In Bolivien hat er nicht nur eine andere Kultur kennengelernt, sondern auch eine andere Art der Frömmigkeit. Darüber hat er seine Diplom- und auch die Promotionsarbeit geschrieben.

Die Primizfeier ist an Pfingstsonntag, 20. Mai, 10.30 Uhr, St. Donatus Landsweiler, anschließend Begegnung im Pfarrsaal und rund um die Kirche.