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Memoriam Garten
Memoriam-Garten offiziell eingeweiht

Auf dem Lebacher Friedhof wurde der Memoriam-Garten offiziell eröffnet. Er bietet unter anderem zwei Urnengemeinschaftsanlagen mit jeweils 28 Plätzen an.
Auf dem Lebacher Friedhof wurde der Memoriam-Garten offiziell eröffnet. Er bietet unter anderem zwei Urnengemeinschaftsanlagen mit jeweils 28 Plätzen an. FOTO: Lorig
Lebach. Die neue Anlage für die letzte Ruhestätte auf dem Lebacher Friedhof ist kreuzförmig gestaltet. In der Mitte ist ein Kreis, der Unendlichkeit darstellt. Von Monika Kühn

Auf dem Lebacher Friedhof wurde der Memoriam-Garten nun offiziell eingeweiht. Eine Beisetzung hat dort bereits stattgefunden. So hatten die zahlreichen Teilnehmer Gelegenheit, sich ein Bild von einer letzten Ruhestätte in diesem Garten zu machen. In seiner Begrüßung betonte Bürgermeister Klauspeter Brill, dass dieser Memoriam-Garten auf Anregung der SPD entstanden ist.


Susanne Storb von der Treuhandgesellschaft Saarländischer Friedhofsgärtner stellte das Konzept vor. Zwei Urnengemeinschaftsanlagen mit jeweils 28 Plätzen mit einem gemeinsamen Schieferdenkmal, Urneneinzel- oder Urnendoppelgräber sowie Sargbeisetzungen als Einzel- oder Tiefengrab mit jeweils individuellen Grabmalen sind dort möglich. Die Friedhofsgärtnerei Karl Birkenmeier aus Dudweiler übernimmt für die Dauer der Ruhezeit die Pflege. Auch hat die Gärtnerei die Anlage angelegt und gestaltet. Damit die Pflege für die 15 oder 25 Jahre lange Ruhezeit sichergestellt ist, dafür sorgt die Treuhandstelle. Im Jahresrhythmus werden die Gräber regelmäßig neu angepflanzt, die Blumen werden gegossen, alte Pflanzen ersetzt, sodass der Memoriam-Garten sich immer gepflegt präsentiert. Die Treuhandgesellschaft arbeitet mit der Bildhauerei Fuchs in Steinbach zusammen. Diese beschriftet auch die Schieferplatten in Goldschrift bei den Urnengemeinschaftsanlagen.

Für die Urnengräber bietet die Firma als Grabsteine fünf Basismodelle an. Es soll nicht uniform aussehen, so Fuchs. Individualität ist im Rahmen der Vorschriften immer möglich.



Nur wer zum Beispiel eine Madonna aus Bronze auf dem Grabstein haben will, muss mehr bezahlen. Ein Urnennaturgrab mit gemeinsamen Schiefergrabmal, auf dem Name, Vorname, Geburts- und Sterbejahr stehen, kostet 1872,50 Euro. Hinzu kommen Bestattungsgebühren und Nutzungsentgelte, die von der Stadt erhoben werden. Ein Urnengrab für ein oder zwei Urnen kostet 4761,82 Euro zuzüglich der Verwaltungsgebühren. Auf dem Memoriam-Garten gelten dieselben Vorschriften wie bei Bestattungen auf dem Friedhof. Namenlose Bestattungen sind nicht möglich.

Gärtnermeister Karl Birkenmeier führte anschließend durch den Garten.

Er ist kreuzförmig angelegt, in der Mitte ein Kreis, der symbolisch kein Anfang und Ende zeigen soll. Die Pergolen sind jeweils mit sieben Stangen überdacht. Die Zahl sieben wurde gewählt, weil dies in der Bibel eine heilige Zahl ist. Zwei Ruhebänke unter den Pergolen runden das Bild ab.