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Lauf
Mehr als 500 Sportler laufen für den guten Zweck

Zwölf Stunden hatten die Läufer Zeit, ihre Runden im Lebacher Stadion zu drehen. Heinz Schuh (l) von der LLG Wustweiler lief 85,6 Kilometer.
Zwölf Stunden hatten die Läufer Zeit, ihre Runden im Lebacher Stadion zu drehen. Heinz Schuh (l) von der LLG Wustweiler lief 85,6 Kilometer. FOTO: Philipp Semmler
Lebach. Benefiz-Lauf des Lions-Clubs und des TV Lebach feierte am Samstag Jubiläum. Andreas Hesch spulte mehr als 120 Kilometer ab. Von Philipp Semmler

506 Teilnehmer sorgten beim 10. Lebacher-Lions-Lauf am Samstag für eine teilweise proppenvolle Laufbahn im Stadion an der Dillinger Straße. Der Benefizlauf, der vom Lions-Club Lebach und dem TV Lebach veranstaltet wird, ist als Zwölf-Stunden-Lauf konzipiert. Innerhalb dieser Zeit können die Athleten so viele Runden zurücklegen, wie sie möchten.


Die meisten „Meter“ machte in diesem Jahr Andreas Hesch vom Benefiz-Team „42x42,195“ aus Kaiserslautern. Er lief 303 Runden, was einer Gesamtdistanz von 121,2 Kilometern entspricht. Die Schallmauer von 100 Kilometern durchbrachen auch noch Philip Knapp aus Offenbach (107,13) und Bernd Johann vom TV Rehlingen (101,62).

Bei den Frauen drehte Sandra Hartz (LLG Wustweiler) die meisten Runden. Sie lief 93,6 Kilometer. Auf den Plätzen folgten die Lokalmatadoren Silke Fulle (83,28) und Viola Stras (82). Beide gingen für die LTF Theeltal auf die Strecke.



Der Lions-Lauf lebt aber nicht nur von solchen Spitzenleistungen, sondern auch von seinem besonderen Flair: „Die Mischung aus Sport und Benefiz ist eine tolle Sache. Zudem trifft man immer Leute, die man sonst nicht so oft sieht“, erklärte Burkhard Claes. Der 63-Jährige aus Landsweiler, der als Sportlehrer am Lebacher Johannes-Kepler-Gymnasium arbeitet, ist seit dem ersten Lions-Lauf dabei. „Da der Wettkampfgedanke nicht im Vordergrund steht, kann man sich mit anderen Teilnehmern während des Laufens ein wenig unterhalten. Das ist bei anderen Läufen eher nicht möglich.“

Claes ging beim Jubiläumslauf für seine Schule an den Start – und hatte Unterstützung mitgebracht. Mit rund 40 Teilnehmern stellte das JKG die größte Gruppe unter den teilnehmenden Bildungseinrichtungen, Claes absolvierte, obwohl er sonst eher Kurzsstrecken läuft, 25 Kilomter. „Nach der Halbmarathon-Distanz haben die Knie und die Achillesfersen ein wenig geschmerzt, aber es hat Spaß gemacht“, sagte der 63-Jährige.

Zufrieden war auch Organisator Jürgen Lauenstein. „Wir hatten ähnlich viele Teilnehmer wie im vergangenen Jahr, und wir haben von den Teilnehmern sehr viel positive Rückmeldungen erhalten.“ Der Erlös geht jeweils zur Hälfte an zwei Einrichtungen: das Kinder-Palliativzentrum Homburg und an den Diabetologischen Verein. Im Vorjahr erhielt der Kindergarten Lebach den Erlös von rund 4000 Euro. Damit wurde ein Klettergerüst mitfinanziert.