Fußball-Saarlandliga: Lieder lässt Lebach-Landsweiler leiden

Fußball-Saarlandliga : Lieder lässt Lebach-Landsweiler leiden

Der SG Lebach-Landsweiler steht das Wasser bis zum Hals. Nach dem 2:2 im Kellerduell gegen Ottweiler-Steinbach hilft dem Team nur noch ein Wunder im Kampf um den Ligaverbleib. Auch die Sorgen in Schwalbach haben sich vergrößert.

Dieses Gegentor könnte der endgültige K.o. für die SG Lebach-Landsweiler im Abstiegskampf der Fußball-Saarlandliga gewesen sein: Am Samstag führte die SG im Heimspiel und Kellerduell gegen die FSG Ottweiler-Steinbach kurz vor Schluss mit 2:1. Alles schien gut. Aber dann: In der 88. Minute bekamen die Gäste einen Freistoß in Höhe der Mittellinie zugesprochen. Der Ball wurde hoch vors Tor geschlagen und landete bei FSG-Akteur Peter Lieder. Der zog ab – und donnerte die Kugel zum 2:2-Endstand ins Netz.

Bitter für die Gastgeber: Mit einem Sieg gegen Ottweiler hätte Lebach-Landsweiler den Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf zwei Zähler verkürzen können. So aber liegt die SG zwei Spieltage vor Schluss als Vorletzter weiter vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Eine Rettung ist kaum noch möglich.

„Mit einem Sieg wäre noch einmal alles drin gewesen, aber jetzt laufen unsere Planungen für die Verbandsliga“, stöhnte Lebach-Landsweilers Trainer Faruk Kremic. „So lange wir aber noch eine theoretische Chance auf den Klassenverbleib haben, werden wir dennoch weiter kämpfen.“

In der Partie gegen Ottweiler-Steinbach sahen 250 Zuschauer im ersten Durchgang überlegene Gastgeber. Dennoch stand es zur Pause nur 0:0. In der 68. Minute brachte Sascha Krauß die SG dann nach einer Flanke von Manuel Klotz in Führung. Nur 120 Sekunden schlugen die Gäste aber zurück: Steven Kuntz steuerte nach einem langen Ball und einer Kopfballverlängerung alleine aufs Gehäuse zu und traf zum 1:1.

Dann war wieder Krauß an der Reihe: In der 76. Minute köpfte er eine Hereingabe von Peter Oswald zum 2:1 ins Netz. Dabei blieb es, bis das späte Gegentor von Lieder die SG Lebach-Landsweiler leiden ließ. Die Kremic-Elf ist nun am Samstag um 18 Uhr beim Tabellenachten VfL Primstal zu Gast.

Um den Ligaverbleib zittern muss auch noch der FV Schwalbach. Nach der 1:3-Heimniederlage am Sonntag gegen den SC Halberg Brebach hat der Aufsteiger nur noch einen Punkt Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. „Wir haben nur einen Punkt aus den letzten sechs Spielen geholt. Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn man bis zum Schluss zittern muss“, erklärte FV-Trainer Jörg Schampel kopfschüttelnd.

Was dem Übungsleiter aber Mut macht: „Die Einstellung hat gegen Brebach absolut gestimmt. Wir waren keinen Deut schlechter als der Gegner.“ Dass es trotzdem nicht zu Zählbarem reichte, lag daran, dass Schwalbach hinten zwei Mal schlafmützig agierte. Und dies nutzte der Tabellensiebte eiskalt aus.

In der 15. Minute entledigte sich Brebachs Arthur Schneider nach einem Einwurf mit einem simplen Körpereinsatz seines Gegenspielers und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Neun Minuten später stimmte bei den Gastgebern im Anschluss an einen Freistoß für Brebach die Zuordnung nicht. Maximilian Schuh stand am langen Pfosten frei und markierte das 2:0.

Schwalbach verkürzte vor 150 Zuschauern nach einer Kombination über Florian Irsch und Felix Martin Sekunden vor der Pause durch den 22. Saisontreffer von Yannick Nonnweiler auf 1:2. In der zweiten Hälfte blieben die Ausgleichsbemühungen der Hausherren aber ohne Erfolg. Vier Minuten vor Schluss machte Brebach mit dem dritten Treffer durch Maximilian Demmer den Sack zu. Schwalbach trifft nun am Samstag um 15.30 Uhr in einem weiteren Heimspiel auf den Tabellen-13. SV Bübingen.

Während es bei Schwalbach und Lebach-Landsweiler lange Gesichter gab, jubelte der VfB Dillingen am Samstag über einen 2:1-Heimsieg gegen den SC Friedrichsthal. Durch diesen kletterte der VfB auf den dritten Tabellenplatz. Der berechtigt am Saisonende zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Oberliga. Bei einem Punkt Rückstand auf den Tabellenzweiten Borussia Neunkirchen ist für den VfB sogar noch der direkte Aufstieg drin. Zumal die Elf von Trainer Daniel Kiefer am letzten Spieltag zu Hause gegen Neunkirchen spielt. Zuvor ist der VfB aber erst noch am Samstag um 15.30 Uhr beim SV Mettlach zu Gast.