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Pferderennen findet statt
Letzte Ruhe im Memoriam-Garten

Der Memoriam-Garten auf dem Friedhof in Dudweiler. An diesem Beispiel hat sich die Stadt Lebach auf Vorschlag der SDP-Fraktion orientiert.
Der Memoriam-Garten auf dem Friedhof in Dudweiler. An diesem Beispiel hat sich die Stadt Lebach auf Vorschlag der SDP-Fraktion orientiert. FOTO: BeckerBredel
Lebach. Lebacher Stadtrat: Pferderennen hat eine Chance. Neues Konzept muss her, um die Kosten zu minimieren.

Das Pferderennen in der Grünen Woche in Lebach wird dieses Jahr stattfinden. Dies beschloss der Stadtrat Lebach bei drei Enthaltungen. Vorausgegangen waren viele Diskussionen und Stellungnahmen, pro und kontra. Letztendlich ist die Kostenfrage entscheidend (wir berichteten). Im vergangenen Jahr fielen Kosten in Höhe von 135 000 Euro an. Denen standen Einnahmen von gut 27 000 Euro gegenüber. Die Rails auf der Rennbahn La Motte müssen erneuert werden. Dafür sind 42 000 Euro vorgesehen. Diese Investition soll ins nächste Jahr verschoben werden. Dieser Vorschlag, dem sich die meisten Stadtratsmitglieder anschlossen, kam von der SPD-Fraktion. Andreas Storb verlas dazu eine Resolution des Lebacher Ortsrates, in der unter anderem gefordert wird, dass das Pferderennen Chefsache werde, es einen festen Ansprechpartner geben muss, Experten zu Rate gezogen werden, und es soll versucht werden, an Fördermittel zu kommen. Vielleicht könnten auch Bürger neue Ideen einbringen. Im Vorfeld hatte Toni Bartz von der Stadtverwaltung ein Papier erarbeitet, in dem er mehrere Varianten auflistete, Kosten gegenüberstellte und Vorschläge für ein erweitertes Rahmenprogramm beschrieb. Diese Bestandsaufnahme soll Grundlage für ein neues Konzept werden, das Bürgermeister Klauspeter Brill ausarbeiten lassen will, da „nicht alles Chefsache sein kann“.


Einstimmig beschlossen wurde das Friedhofsentwicklungskonzept in Lebach. Mit einer Ausnahme: Die Entscheidung, was mit der Leichenhalle Landsweiler passiert, soll zuvor im Ortsrat beraten werden und in der April-Sitzung erneut auf die Tagesordnung kommen. Tobias Weber, Ortsvorsteher von Landsweiler, verlas dazu eine mehrseitige Stellungnahme. Die Lösungsvorschläge seitens der Stadt sollten, wie es üblich ist, vorab im Ortsrat beraten werden. Was bei der Leichenhalle in Landsweiler nicht der Fall gewesen sei. Bei der Leichenhalle in Landsweiler besteht ein großer Sanierungsstau. Ein Gutachter spricht von Sanierungskosten in Höhe von 274 000 Euro. Dieser Betrag und auch die entsprechenden Kostenermittlungen erschienen Weber als zu hoch angesetzt. Er bezog sich dabei auf vergleichbare Arbeiten an anderen städtischen Gebäuden. Auf jedem Friedhof der Stadt Lebach soll es eine Verabschiedungsmöglichkeit geben, eine Toilettenanlage und ein Raum zum Unterstellen zum Beispiel des Katafalks. Bei der zweiten Variante, die von der Verwaltung vorgeschlagen wurde, soll aus den bisherigen Kühlkammern eine neue Verabschiedungshalle entstehen und die bisherige Halle zurückgebaut werden. Die neue Verabschiedungshalle hätte dann eine Größe von sechs mal 5,5 Metern. Weber warf die Frage auf, ob dies nicht zu klein sei und es würde noch 140 000 Euro kosten. Genau müsste auch aufgelistet werden, wie hoch die Kosten für Reinigung und Energie seien.

Nach dem Friedhofsentwicklungskonzept wird Lebach in drei Zonen aufgeteilt. Lebach selbst mit Gresaubach und Niedersaubach, Landsweiler, Eidenborn und Falscheid, und die Theeltalgemeinden. In jeder dieser Zonen soll es eine Leichenhalle mit Kühlkammern geben, ebenso ein Urnenbaumgrabfeld. Urnengemeinschaftsanlagen wie in Gresaubach und Falscheid sind für Aschbach, Thalexweiler, Dörsdorf und Landsweiler geplant. Urnenwände werden keine mehr errichtet. Auf dem Friedhof in Lebach wird ein Memoriam-Garten gebaut. Ein Kooperationsvertrag mit einer Treuhandgesellschaft wird unterschrieben.

In Dörsdorf ist eine barrierefreie Bushaltestelle am Dorfplatz bereits ausgebaut worden. Der Antrag des Ortsrates auf Errichtung eines Wartehäuschens wurde abgelehnt. Der Ortsrat von Falscheid hat Vorgaben für einen barrierefreien Haltepunkt an der Haltestelle Albert gemacht. Unter anderem sollte diese gänzlich zurückgebaut werden und die Erhöhung der Bordsteine über zwei Parzellen verteilt werden. Der Antrag wurde abgelehnt. Die Umgestaltungen werden derzeit hoch subventioniert.