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Lebach landete auf Platz eins im Ranking der Kommunen
Für das Team, die Stadt und das Klima

Gemeinsam zum Erfolg geradelt: Lebach hat im Ranking der Kommunen im Landkreis den ersten Platz belegt.
Gemeinsam zum Erfolg geradelt: Lebach hat im Ranking der Kommunen im Landkreis den ersten Platz belegt. FOTO: Martina Kirsch
Lebach. Statt mit dem Auto mit dem Rad unterwegs: Bei der Aktion „Stadtradeln“ lagen die Lebacher ganz vorne. red

Dass es sich gleich mehrfach lohnt, mit dem Rad statt mit dem Auto zu fahren, haben im Rahmen der Aktion „Stadtradeln“ zahlreiche Menschen festgestellt, die sonst eher bequem zum Autoschlüssel greifen.


Vom 26. Mai bis 15. Juni haben die Saarländer kräftig in die Pedale getreten. 601 Aktive waren alleine im Landkreis Saarlouis mit dem Fahrrad unterwegs. Ob Bürger, Verein, Schule, Firma oder Verwaltung – im Landkreis Saarlouis haben sich 58 Teams gebildet, um etwas für ihre Fitness und den Umweltschutz zu tun. Im Ranking der Kommunen im Landkreis landete die Stadt Lebach auf Platz eins. 28 149,4 Kilometer haben die Lebacher im Aktionszeitraum zurückgelegt. In Bezug auf die Einwohnerzahl waren dies auch die meisten Kilometer im ganzen Land. Einhergehend mit der Anzahl der Kilometer konnte entsprechend viel CO2 eingespart werden, was neben dem Gesundheitsaspekt ein weiterer wichtiger Punkt ist. Vor allem das Lebacher Berufsbildungszentrum BBZ, die Radler der Lauf- und Triathlon-Freunde LTF Theeltal und des TV Lebach machten mobil und trugen 19 523 Kilometer zu dem tollen Gesamtergebnis bei.

Mit gutem Beispiel voran ging auch der Lebacher Bürgermeister Klauspeter Brill. Er verzichtete drei Wochen lang konsequent auf sein Auto, legte alle Wegstrecken mit dem Rad zurück – egal, ob dienstlich oder privat. „Bei kürzeren Strecken war ich so oft sogar schneller vor Ort als mit dem Auto. Es war aber nicht immer einfach. Wenn ich beispielsweise einen Termin in Perl oder in Saarbrücken hatte, war das schon eine Herausforderung.“ Um sich bei seinen fleißigsten Mitstreitern zu bedanken, lud er diese zu einer kleinen Feierstunde ins Rathaus ein. Für die gefahrenen Kilometer und die hohe Zahl der Teilnehmer erhielten das BBZ, die LTF-Radler, der TV Lebach und auch das Johannes-Kepler-Gymnasium (JKG) einen Pokal sowie Sachpreise. Das Johannes-Kepler-Gymnasium hat mit seinem Projekt „Alpenüberquerung“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt, was mit Training, Einsatz und Willensstärke alles erreicht werden kann. Michael Thomas und Burkhard Claes stellten den Radfahrern in einem Film ihr außergewöhnliches Schulprojekt vor: 17 Schüler und vier Lehrer haben im Seminarfach und natürlich privat monatelang trainiert, um sich der Herausforderung zu stellen, mit dem Mountainbike die Alpen zu überqueren. 400 Kilometer haben sie in sechs Etappen zurückgelegt und dabei – ohne Akku und E-Bike – 10 000 Höhenmeter überwunden.



Das JKG möchte ebenso wie die übrigen Teilnehmer beim „Stadtradeln“ im nächsten Jahr noch mehr Teilnehmer ermutigen, mitzumachen. „Wir hoffen natürlich, dass wir unseren Titel verteidigen können“, motivierte Klauspeter Brill die Radler.