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Pfarrei der Zukunft
Lebach wird zur kirchlichen Heimat

Lebach. Ab 2020 wird es 35 Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier geben, zehn davon im Saarland. Lebach ist eine davon. Von Monika Kühn

Lebach wird Pfarrei der Zukunft. Das gab gestern der Trierer Bischof Stephan Ackermann bekannt. Die Stabsstelle zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode meldete dies in ihrem Newsletter. Erleichtert zeigte sich Lebachs Pastor Hermann Zangerle. Im Saarland soll es nun nach der neuen Raumgliederung zehn solcher Pfarreien der Zukunft geben.


Nach dem zweiten überarbeiteten Entwurf wird Lebach zusammen mit Schmelz, Eppelborn und Uchtelfangen eine Pfarrei der Zukunft bilden. 42 030 Katholiken leben hier auf 179 Quadratkilometern. Im Oktober hatte der zweite Entwurf die Lebacher mehr als überrascht. In diesem war vorgesehen, Lebach und Schmelz Dillingen zuzuordnen, Eppelborn und Uchtelfangen nach Neunkirchen (wir berichteten). Vor Ort mobilisierten sich viele Menschen, die sich vehement gegen diesen Plan aussprachen.

Ihnen war es nicht egal, wo sie 2020 ihre kirchliche Heimat haben werden. Sowohl die Gremien in Lebach als auch in Uchtelfangen verfassten Resolutionen, in denen sie sich mit guten Argumenten für Lebach aussprachen.

Insgesamt 35 Pfarreien der Zukunft wird es ab 2020 im Bistum Trier geben. Die Frage der Pfarrorte, also dem Ort, an dem sich die zentrale Verwaltung befindet, ist noch nicht geklärt, heißt es weiter. Ebenso die Frage nach dem Namen der neuen Pfarrei. Nach dieser Neugliederung kommt auch Schmelz zu Lebach als Pfarrei der Zukunft. Die Ortschaften/Gebiete Michelbach und Auschet gehören aktuell noch zur Pfarrei Herz-Jesu Wadern-Nunkirchen. Im Zuge dieser Reform sollen sie wie im zivilen Bereich zu Schmelz und somit zu Lebach kommen. Zu solchen Umpfarrungen komme es allerdings nur in wenigen Fällen und zwar auf Wunsch der Pfarreien. „Während in fast allen Fällen jetzige Pfarreien als ganze in einer Pfarrei der Zukunft aufgehen, bietet die Errichtung neuer Pfarreien die Möglichkeit, historisch gewachsene, aber kommunal unpassende Zuordnung von Dörfern oder Stadtteilen zu korriegieren“. Hierbei werden die betreffenden Orte aus der Pfarrei herausgelöst und einer anderen Pfarrei zugeordnet, wie jetzt bei Michelbach und Auschet. Das formale Anhörungsverfahren wird wahrscheinlich erst 2019 durchgeführt.

Zurzeit bilden sich Erkundungsteams, die helfen sollen, das Leben vor Ort neu zu sehen. Diese sollen die neuen Pfarreien unterstützen, Interessierte einladen, sich aktiv einzubringen. Bei dieser Neuordnung wird immer wieder herausgestellt, dass es bei der Pfarrei der Zukunft nicht um Zentralisierung gehe, sondern um einen verlässlichen Rahmen für die Seelsorge. Auf der Internetseite können die Menschen sehen, wer ihr Erkunderteam ist und wie sie es erreichen können.



www.erkundung-bistum-trier.de