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Lebach will Unterführung für Fußgänger erneuern

Registrierungspflichtiger Inhalt: Zumindest die Fußgänger bekommen mehr Platz : Lebacher Nadelöhr soll entschärft werden

Die Unterführung in Jabach ist ein neuralgischer Punkt in Lebach. Zumindest für die Fußgänger soll es nun eine Verbesserung geben.

Ein Nadelöhr in Lebach soll entschärft werden – zumindest für Fußgänger. Das beschloss der Stadtrat am Donnerstagabend einstimmig. Dabei geht es um die Bahnunterführung in der Rennbahnstraße. Sie gilt als wichtige Verbindung zwischen Jabach mit dem Schulzentrum in der Dillinger Straße, der Landesaufnahmestelle und dem Bahnsteig Lebach-Jabach sowie auf der anderen Seite dem Gewerbegebiet „Heeresstraße“. Entsprechend stark nutzen sie Autofahrer wie auch Fußgänger.

Für die Autofahrer bedeutet der Engpass vor allem zu den Verkehrsspitzenzeiten Staus, für die Fußgänger häufig ein mulmiges Gefühl. Denn in der Unterführung gibt es einen Bereich, „den man nicht als Gehweg bezeichnen kann“, stellte Bürgermeister Klauspeter Brill das Problem dar. Der Fußgänger-Bereich an den Seiten sei so schmal, dass Personen mit Kinderwagen oder Rollator die Unterführung nur passieren, indem sie auch die Straßenfläche benutzen. Darin liege ein großes Unfallpotenzial mit immer wieder gefährlichen Situationen.

Der Stadtrat beschloss daher: Um die Sicherheit in der Unterführung zu erhöhen, entfallen künftig die beiden schmalen Gehwege. Ersetzt werden sie durch einen einseitigen breiten Durchgang. Dafür wird die Fahrbahnbreite von derzeit 3,25 Metern auf 2,75 Meter reduziert. Das bringt für den neuen Gehweg eine Breite von 1,10 Metern, die auch bis zum Einfahrtsbereich der Anwesen Schäfer/Lesch führen sollen. Die Mindestbreite nach den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt 06) ist allerdings nicht möglich. Das wären 2,5 Meter. Verhindert wird dies durch die bauliche Situation an der Bahnunterführung.

Nach Rücksprache mit der Ortspolizeibehörde der Stadt Lebach ist zudem geplant, die Durchfahrt für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen zu beschränken. Außerdem soll die Höchstgeschwindigkeit auf 10 Km/h (derzeit 30) reduziert werden – und die Bordsteinkante von aktuell 7,5 Zentimetern auf künftig 16 Zentimeter erhöht werden. Für die Maßnahme sind etwa 40 000 Euro veranschlagt, dieim Haushalt schon bereitgestellt sind.