Lebach wehrt sich tapfer

Über 80 Minuten lang durfte Fußball-Verbandsligist FV Lebach am Dienstagabend im Achtelfinale des Saarlandpokals von einer Sensation gegen den FC Homburg träumen. So lange stand es 0:0. Dann gelangen den favorisierten Gästen aber doch noch zwei Treffer.

Das Spiel verloren, aber Selbstvertrauen und Anerkennung gewonnen. So könnte das Fazit aus Sicht des FV Lebach zum Saarlandpokal-Achtelfinale am Dienstag gegen den drei Klassen höher spielenden Regionalligisten FC Homburg lauten. Vor 430 Zuschauern im Stadion an der Dillinger Straße lieferte der FVL den Gästen einen großen Kampf. Erst zwei Treffer in den letzten acht Minuten entschieden die Begegnung zugunsten der Gäste.

Kremic vom Team überrascht

Die Gastgeber konnten dennoch mit erhobenem Haupt vom Platz gehen. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft", erklärte FVL-Trainer Faruk Kremic nach dem Schlusspfiff. "Ich war selbst überrascht, wie gut wir gespielt haben. Wir standen nicht nur hinten drin, sondern hatten auch stellenweise gute Ansätze nach vorne."

So zum Beispiel in der siebten Minute: Da zog Peter Oswald aus 18 Metern ab, Homburgs Torwart Tobias Trautner konnte allerdings per Faust abwehren. Wenige Minuten später hatte der FVL aber auch Glück, dass er nicht früh in Rückstand geriet. Denn in der 13. Minute ballerte Homburgs Kai Hesse einen Foulelfmeter über das Tor, wenig später scheiterte Gäste-Akteur Thiery Steimetz am Pfosten. Doch auch Lebach hatte vor der Pause noch eine Möglichkeit, als Timo Starociks Flachschuss nach einer halben Stunde am Außennetz landete.

Im zweiten Durchgang versuchte Homburg, den Druck zu erhöhen. Doch immer wieder liefen sich die Grün-Weißen in der Lebacher Abwehr fest. Die Schlüsselszene des Spiels gab es dann acht Minuten vor dem Ende: Lebachs Außenverteidiger Steven Cremers sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. Der anschließende Freistoß wurde von Andreas Gaebler lang an den zweiten Pfosten geschlagen. Dort köpfte Tim Stegerer den Ball zur 1:0-Führung des Favoriten ein. Hier war Lebachs-Ersatzschlussmann Alex McLennan machtlos, der im Pokal anstelle von Stammtorwart Simon Ferner spielt. Drei Minuten später musste McLennan dann die Kugel erneut aus dem Netz holen. Nach einem Lebacher Ballverlust schaltete Homburg schnell um und Jaron Schäfer traf zum 2:0-Endstand.

Eine Mannschaft aus dem Kreis hat aber dennoch den Einzug in das Viertelfinale geschafft. Während Lebach scheiterte, setzte sich der FV Diefflen am Mittwoch vor 400 Zuschauern mit 2:1 (2:0) beim Südwest-Verbandsligisten FSG Bous durch. "Diefflen war die abgeklärtere Mannschaft und hat deshalb verdient gewonnen", meinte Günther Jager, der zweite Geschäftsführer der FSG. Dominic Selvaggio in der 27. Minute und Armend Haliti in der 40. sorgten für eine 2:0-Führung des Favoriten. Bous verkürzte 20 Minuten vor dem Ende durch einen von Thomas Feld verwandelten Foulelfmeter auf 1:2. Danach hatte Bous sogar noch zwei Chancen zum Ausgleich durch Thomas Feld und Philipp Reichling. Doch Diefflen brachte den Vorsprung über die Zeit.