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Lebach von der Steinzeit bis heute

Stolz präsentiert Vorsitzender Richard Wagner die Chronik von Lebach.
Stolz präsentiert Vorsitzender Richard Wagner die Chronik von Lebach. FOTO: Wagner
Lebach. Drei Kilo schwer ist die Geschichte der Stadt Lebach. Auf über 600 Seiten hat der Historische Verein die Geschichte der Stadt zusammengetragen. Autor ist Johannes Dillinger, ein Lebacher. Monika Kühn

Lebach ist um eine Chronik reicher. In dreijähriger Arbeit hat der ehemalige Hoxberger Johannes Dillinger das Werk zusammengestellt. Große Unterstützung erfuhr er durch den Historischen Verein Lebach , besonders durch dessen Vorsitzenden Richard Wagner . Viele Tage und Stunden hat dieser in Archiven verbracht, recherchiert, nachgeschlagen und immer wieder Neues entdeckt.

Auch sein Namenskollege Albert Wagner hat durch seine langjährige Tätigkeit im Archiv der Stadt Lebach viel zum Gelingen des Werkes beigetragen. Aufgrund eines Hochwassers waren im Keller des Rathauses gelagerte Akten stark durch Wasser beschädigt worden. Albert Wagner hat diese gesichtet, gereinigt und sie zum großen Teil wieder lesbar gemacht. Doch eine umfängliche Chronik von Lebach gab es noch nicht.

"Von der Steinzeit bis ins 21. Jahrhundert: Die Geschichte der Stadt Lebach " ist das 650-seitige Buch überschrieben. 300 Bilder geben einen wertvollen Einblick in die Geschichte. In elf Kapiteln ist die Geschichte untergliedert. Drei Sonderkapitel über die Kirchen, die Schulen und über die Fastnacht (seit 1880) ergänzen die Chronik.

Die Mitglieder des Historischen Vereins haben die Bilder zusammengestellt und auch Korrektur gelesen. So entstand die Geschichte Lebachs von der Vormoderne bis heute. Mit der Geschichte der Villa Hambach, der Villa Weinheck (Gresaubach) und Ausgrabungen auf dem Galgenheck und im Lindchesdell beginnt das Buch und endet mit der Periode Nikolaus Jung, also kurz vor dem Einfahren der Saarbahn.

Am Freitag, 9. Dezember, 19 Uhr, wird das Buch im Rathaus vorgestellt. Es kostet 34,50 Euro und ist im Buchhandel und an diesem Abend erhältlich.

Meinung:

Die Geschichte

Von SZ-Redakteurin Monika Kühn

Wir lernen aus der Geschichte. Aber man kann nur aus der Geschichte lernen, wenn man sie kennt. Der Historische Verein in Lebach hat den richtigen Weg beschritten. Es geht nicht darum, in alten Erinnerungen zu schwelgen, es geht um Wissen von einst und wie sich Dinge im Laufe der Geschichte entwickelt haben. Warum es dazu gekommen ist oder warum nicht. Dass dabei auch Erinnerungen und Anekdoten zusammenkommen, ist ein schönes Beiwerk. Die Bilder werden das ihrige dazu beisteuern. Die Leser dürfen gespannt sein. Dass die Chronik mit auch relativ preiswert ist, darf als ein Weihnachtsgeschenk des Historischen Vereins betrachtet werden.

Zum Thema:

Auf einen Blick Johannes Dillinger, ein Lebacher, ist Privatdozent und Historiker. Er promovierte und habilitierte an der Universität Trier . Seine Promotion wurde mit dem Friedrich-Spee-Preis als herausragender Beitrag zur Geschichte der Hexenverfolgung ausgezeichnet. Er lehrt an der Universität Oxford und ist Gastdozent an der Universität Mainz. Dillinger befasst sich mit der Geschichte der Bauern, der politischen Kriminalität, der Kirche und der Religion. Er veröffentlichte mehrere Bücher und wissenschaftliche Artikel. kü