Hallenfußball: Lebach nimmt Kurs aufs Masters-Finale

Hallenfußball : Lebach nimmt Kurs aufs Masters-Finale

Die SG Lebach-Lands- weiler hat nach dem Turniersieg in Schmelz beste Chancen, sich für das saarländische Hallenmasters zu qualifizieren. Beim Turnier von Schaffhausen gewann der Gastgeber.

Turnier des 1. FC Schmelz:

Mit der Titelverteidigung beim Gloria-Casino-Cup des 1. FC Schmelz hat Saarlandligist SG Lebach-Landsweiler einen weiteren großen Schritt in Richtung Masters-Teilnahme gemacht. Mit fast 85 Punkten dürfte der SG die Teilnahme kaum noch zu nehmen sein. „Ich denke, wir brauchen noch eine Halbfinal-Teilnahme bei unseren letzten drei Turnier-Teilnahmen. Dann reicht’s“, erklärte Trainer Faruk Kremic.

In einer Neuauflage des Vorjahres-Endspiels behielt seine Mannschaft erneut gegen die gastgebende FSG Schmelz-Limbach (Landesliga) die Oberhand. Peter Oswald und Sascha Krauß hatten schnell eine 2:0-Führung für den Saarlandligisten heraus geschossen. Sezgin Gülcan konnte zwar zwei Minuten vor Schluss noch einmal auf 1:2 verkürzen, zu mehr reichte es für die FSG aber nicht mehr.

Trotzdem waren die Gastgeber zufrieden. „Ich hätte nicht erwartet, dass wir mit unserer jungen Mannschaft so weit kommen. Von daher ist Rang zwei ein Erfolg. Lebach war halt eine Nummer zu groß“, urteilte FSG-Routinier Christian Hilden.

Rang drei in Schmelz ging an die SG Saubach (Landesliga) durch ein 4:3 im „kleinen Finale“ gegen Ligakonkurrent Lebach-Landsweiler II. Fabian Blaß erzielte sechs Sekunden vor Schluss das 4:3 für Saubach.

Der Tabellenführer der Landesliga Nord hatte zuvor im Halbfinale Pech gehabt: Da gelang es Saubach, einen 0:3-Rückstand gegen Lebach-Landsweiler I aufzuholen. Am Ende hieß es 3:3, so dass das Siebenmeterschießen entscheiden musste. Dies gewann der Saarlandligist mit 12:11 hauchdünn. Saubachs Pechvogel war Josef Wolf, der an dem Lebacher Winter-Neuzugang Sven Ambrosius im Tor scheiterte. Der 17-Jährige war erst vor wenigen Tagen von U19-Regionalligist FC Homburg zu den Theelstädtern gewechselt. Das zweite Semifinale gewann Schmelz-Limbach klar mit 4:0 gegen Lebach-Landsweiler II.

Wegen einer kurzfristigen Absage von Saarlandligist Borussia Neunkirchen und dem Nichtantreten von Bezirksligist TSC Neunkirchen reduzierte sich die Wertigkeit des Turniers von 44 auf 37 Punkte. Zu den Spielen kamen insgesamt rund 700 Zuschauer in die Schmelzer Primshalle.

Turnier des SSC Schaffhausen:

Gastgeber SSC Schaffhausen verteidigte am Samstagabend beim Niederer-Cup (34 Wertungspunkte) in der Glückauf-Halle in Hostenbach seinen Titel aus dem Vorjahr. Der Bezirksligist bezwang im Finale Landesligist SV Friedrichweiler mit 5:3. Vor zwölf Monaten hatte sich Schaffhausen im Endspiel mit 5:2 gegen den Lokalrivalen VfB Differten durchgesetzt, der dieses Mal bereits in der Vorrunde scheiterte.

Schaffhausen ging im Finale zunächst drei Mal in Führung, drei Mal konnte Friedrichweiler aber ausgleichen. Kurz vor Schluss entschied der SSC das Spiel mit zwei in der Halle eher seltenen Kopfball-Treffern durch Spielertrainer Christopher Daub und Mittelfeldspieler Thorsten Reitz. „Zu Beginn des Turniers hätte ich nicht gedacht, dass wir unseren Titel verteidigen, weil insbesondere Überherrn und Siersburg stark spielten“, erklärte der SSC-Vorsitzende Stephan Blaß. „Am Ende war unser Sieg aber verdient. Wir haben uns im Laufe des Turniers kontinuierlich gesteigert.“

Schaffhausen warf im Halbfinale mit dem SSV Überherrn einen der beiden Verbandsligisten im Teilnehmerfeld aus dem Rennen (3:1). Überherrn wurde danach durch ein 4:3 gegen Bezirksligist SF Hanweiler aber immerhin Dritter. Der zweite Verbandsligist, der FV Siersburg, hatte bereits im Viertelfinale mit 3:4 gegen den SF Hanweiler den Kürzeren gezogen. Zu dem Turnier kamen insgesamt 400 Zuschauer in die Glückauf-Halle.

Turnier des SC Halberg Brebach:

Regionalligist Röchling Völklingen hat sich den Sieg beim Turnier mit der zweithöchsten Wertigkeit der Masters-Serie geschnappt: Titelverteidiger Röchling bezwang beim Schlau.com-Cup des SC Brebach (76 Wertungspunkte) am Freitag im Finale den französischen Club US Behren les Forbach (nicht zu verwechseln mit US Forbach). Nach Siebenmeterschießen hieß es 7:6.

Behren aus der Ligue Regional 3 Lorraine (vergleichbar mit unserer Landesliga) hatte zuvor zwei Turnier-Favoriten aus dem Weg geräumt: Im Viertelfinale bezwangen die Franzosen Oberligist Saar 05 Saarbrücken mit 3:2, im Halbfinale Saarlandliga-Tabellenführer SV Auersmacher mit 5:3. Danach setzte sich Völklingen im zweiten Semifinale mit 3:1 gegen den VfB Dillingen durch. Der VfB gewann anschließend das Spiel um Platz drei gegen Auersmacher klar mit 5:2. Bereits im Viertelfinale scheiterten zwei Teams mit Masters-Ambitionen: Verbandsligist FC Rastpfuhl unterlag Völklingen mit 2:6. Landesligist Hellas Bildstock zog gegen Auersmacher mit 2:4 den Kürzeren. Das Turnier sahen insgesamt knapp 2000 Zuschauer.

Turnier der AG Reiskirchen/Erbach:

Der FSV Jägersburg hat zum vierten Mal in Folge den Volksbank-Saarpfalz-Cup der Arbeitsgemeinschaft SV Reiskirchen/SG Erbach (49 Wertungspunkte) gewonnen. Allerdings gewann diesmal nicht die erste Mannschaft des Oberligisten, sondern die Verbandsliga-Reserve. Im Finale im Sportzentrum Erbach setzte sich der FSV II mit 4:3 gegen Landesligist SV Schwarzenbach durch. Jägersburg II lag mit 3:0 in Führung, musste aber 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleich hinnehmen. Dann erzielte Matthias Manderscheid den 4:3-Siegtreffer für den FSV II. Jägersburgs Erste war im Viertelfinale trotz 3:0-Führung im Siebenmeterschießen an Verbandsligist SG Ballweiler-Wecklingen gescheitert. In der Runde der letzten Acht kam auch das Aus für den FC Homburg (3:4 gegen Schwarzenbach) und die SV Elversberg (2:3 gegen Palatia Limbach). Sowohl der FCH wie auch die SVE traten mit ihren Reserve-Teams an. Limbach wurde durch ein 5:1 im kleinen Finale gegen Ballweiler Dritter.

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