Lebach hat einen neuen Kriminaldienstleiter

Polizei Lebach hat einen neuen Kriminaldienstleiter : Pohl leitet Kriminaldienst in Lebach

Martin Pohl heißt der neue Leiter des Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Lebach. Der 49-Jährige aus Elm ist verheiratet und hat zwei Kinder, seit 1987 ist er Polizist. Zunächst absolvierte er seine dreijährige Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei.

„Polizist war schon immer mein Wunschberuf“, erzählt er.

Nach verschiedenen Stationen bei der Verkehrsabteilung Saarlouis, bei der Polizeidienststelle in Burbach und bei der Spezialeinheit in Saarbrücken hat er sein Fachabitur nachgemacht. Drei Jahre besuchte er die Fachhochschule. Anschließend wechselte er in den gehobenen Dienst und war beim Landeskriminalamt (LKA) Saarbrücken beschäftigt. Das war im Jahr 2009. Raub und Eigentumsdelikte beschäftigten ihn in diesem Zeitraum. Bis Februar 2018 war er stellvertretender Sachgebietsleiter für die Bereiche Raub, Erpressung und Waffen beim LKA in Saarbrücken.

Im Oktober hat er nun sein Büro in den Räumen der Polizeiinspektion in Lebach am Markt bezogen und fühlt sich dort auch wohl. Viel zu berichten hat der Kriminalhauptkommissar (noch) nicht. Ginge es nach ihm, soll es auch dabei bleiben, aber leider – so vermutet er – werde dies erfahrungsgemäß nicht der Fall sein. Mit ihm arbeiten beim Kriminaldienst noch sein Stellvertreter Peter Wirth sowie weitere 14 Mitarbeiter, davon sind sieben Frauen.

Und wie kann man sich die Arbeit beim Kriminaldienst vorstellen? Pohl: „Einbrüche, Diebstähle, Überfälle, Vermisstenfälle. Die Tatort-Arbeit wird zunächst von den Kollegen vor Ort übernommen, also von den Kollegen hier, die Spurensicherung allerdings übernehmen dann die Saarlouiser Kollegen.“

Natürlich beschäftige sich der Kriminaldienst auch mit Betrugsfällen, dem sogenannten Enkeltrick, der trotz Warnungen in den Medien immer noch sehr häufig vorkomme und natürlich – nicht zu vergessen – dem Internet, das sehr viel Arbeit mit sich bringe.

In diesem Zusammenhang appelliert Pohl an die Bevölkerung, nicht zu lässig mit Daten umzugehen. „Weder am Telefon noch im Internet sollte man so einfach seine Kontodaten preisgeben.“ In diesem Zusammenhang verweist er auch auf eine Betrugsmasche mit falschen Microsoft-Anrufern. Dabei rufen angebliche Mitarbeiter der Firma Microsoft willkürlich Haushalte an und teilen ihren Opfern mit, dass deren PC-System gefährdet sei. Oft sprechen die Betrüger hierbei Englisch mit Akzent. Die Täter fordern das Opfer auf, den privaten PC hochzufahren, um die angeblich bestehenden PC-Probleme zu beseitigen. Hierbei werden die Internetnutzer dazu gedrängt, eine bestimmte Software zu installieren. Bei dieser Software handelt es sich um eine Fernwartungssoftware. Pohl: „Damit kann man sich – auch legal eingesetzt – von überall auf einem PC anmelden und diesen für Wartungsarbeiten oder Reparaturen fernsteuern.“ Im vorliegenden Fall jedoch erlaube man den Kriminellen, die volle Kontrolle über den eigenen PC auszuüben.

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