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Lebach hält an Kita-Neubau fest

Lebach hält an Kita-Neubau fest

Wie sieht es mit dem Neubau des Kindergartens in Gresaubach aus? Können Kinder vorschulisch betreut werden und wie ist das Betreuungsangebot in Lebach? Zwei Neunerklassen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Lebach erlebten eine lebhafte Sitzung des Stadtrates.

Ausführlich wurden in der Sitzung des Lebacher Stadtrates die einzelnen Tagesordnungspunkte besprochen. Zwei Neunerklassen des GSG Lebach nahmen im Rahmen des Politikunterrichts daran teil. Bürgermeister Klauspeter Brill gab deshalb zu den einzelnen Punkten erklärende Worte.

Schwerpunkt der Sitzung waren die Kindergärten. Vor allem der geplante Neubau einer Einrichtung in Gresaubach. Hier wollte die SPD-Fraktion die in den Haushalt eingestellten 300 000 Euro in notwendige Sanierungsmaßnahmen in bestehender Einrichtung investieren. Grund war ein Schreiben des Landkreises Saarlouis, dass seitens des Ministeriums darauf hingewiesen wurde, dass alle geplanten Bauvorhaben, für die kein positiver Bescheid betreffend die gesamte Maßnahme erteilt worden sei, erneut auf den Prüfstand kommen werden.

Da nicht sicher sei, "ob Zuschüsse fließen", so Anna Schmidt (SPD), solle der Beschluss, neu zu bauen, ausgesetzt werden, das Geld für Sanierungsmaßnahmen ausgegeben werden. "Die Leute sollen nicht vertröstet werden." Dem widersprach die CDU. Fraktionssprecher Markus Schu erklärte, "nicht schnell und voreilig zu handeln" und einen geplanten Beschluss aufzugeben. Auch in den 300 000 Euro seien Zuschüsse drin. Sollte es zu einer Ablehnung des Neubaus kommen, müsse erneut beraten werden. Auch die FDP will "nicht auf halbem Weg zurück". Der Kindergarten sei für Gresaubach wichtig, der Grundsatzbeschluss soll bleiben und Lebach solle den Bescheid abwarten, so Fred Metschberger.

Mit den Stimmen von CDU und FDP wurde der SPD-Vorschlag abgelehnt. Die Verwaltung wird sich nach einstimmigem Beschluss mit dem CDU-Antrag auf flexiblere Betreuungszeiten befassen. Bei Gemeinden, die bereits Erfahrungen mit Servicetagen oder geteilten Plätzen (Platz Sharing) haben, soll gesprochen werden. Eine Informationsbroschüre für kommunale Einrichtungen soll erstellt werden. An der Grundschule St. Michael startet in Kürze ein Pilotprojekt, das die vorschulische Betreuung (7 bis 8 Uhr) sicherstellt.

Klaus Reichert, für die Kindergärten der Stadt zuständig, wies darauf hin, dass Letzteres von den Eltern bezahlt werden muss. Eine vorschulische Betreuung in den Kindergärten sei aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich.