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Lebach bringt Kitas in Corona-Pandemie in Regelbetrieb Klauspeter Brill

Regelungen im Zuge der Corona-Pandemie : „Stadt Lebach möchte keineswegs Kinder ausschließen“

„Mit ihrer Entscheidung, in den Kindertagesstätten vorerst nicht zum Regelbetrieb zurückzukehren, möchte die Stadt Lebach keineswegs Kinder ausschließen oder den Eindruck vermitteln, dass Klein- und Krippenkinder in den Einrichtungen nicht willkommen sind“, das hat die Stadt Lebach am Montag mitgeteilt.

Nach wie vor hätten alle Eltern und Erziehungsberechtigten die Möglichkeit, ihre Kinder – nach Anmeldung – in die Kita zu bringen. Der Bedarf könne formlos, auch telefonisch direkt in der Kita, angemeldet werden. „Diese bisherige Vorgehensweise dient der Planbarkeit. Schließlich muss nicht zuletzt die Bringsituation der Kinder entzerrt werden, um Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren“, heißt es.

Hintergrund: Seit diesem Montag, 22. Februar, gilt im Land nicht mehr die Empfehlung an Eltern, ihre Kita-Kinder möglichst zuhause zu lassen. Die Stadt Lebach hatte vergangene Woche angekündigt, dass man zum Schutz der Kinder, der Erzieherinnen und deren Familien beim bisherigen Vorgehen bleibe (die SZ berichtete).

Bürgermeister Klauspeter Brill erklärt: „Wir haben uns für diese Vorgehensweise entschieden, um möglichst das große Ganze im Blick zu halten. Kontaktbeschränkungen, wie sie im privaten Umfeld oder im Büroalltag vorgegeben werden, kann es in der Kita nicht geben. Ganz zu schweigen von der Einhaltung eines Mindestabstandes.“

Alle gesunden Erzieherinnen und Erzieher seien nach wie vor im Einsatz, ausgestattet mit medizinischen Masken. Diese nach 75 Minuten wie empfohlen für eine halbe Stunde auszuziehen, sei im Kita-Alltag nicht möglich. Schließlich könnten die Kinder in dieser Pause nicht unbeaufsichtigt bleiben oder auf Abstand gehalten werden. „Wenn wir den Schutz aller im Blick behalten wollen, ist eine 100-prozentige Auslastung unserer Kindestagesstätten derzeit nicht möglich. Selbst in den Grundschulen findet lediglich Wechselunterricht mit halber Klassenstärke statt.“

Bei einer regulären Öffnung müssten in den Randzeiten die Gruppen vermischt werden, so dass eine Erzieherin zwischen 50 und 60 Kontakte pro Tag hätte und im Infektionsfall entsprechend viele Kinder und Familien von Quarantänemaßnahmen betroffen wären, heißt es abschließend.