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Kegeln
Landsweiler dreht Derby ganz am Schluss

Abgeräumt: Markus Martin blieb mit Aufsteiger Landsweiler auch im siebten Heimspiel ungeschlagen.
Abgeräumt: Markus Martin blieb mit Aufsteiger Landsweiler auch im siebten Heimspiel ungeschlagen. FOTO: Ruppenthal
Landsweiler . Dank einer tollen Aufholjgad gewannen die Bundesliga-Kegler das Derby gegen Hüttersdorf hauchdünn. Von Philipp Semmler

Begeisterungsstürme auf der Kegelbahn in Landsweiler: Jubelnd stürmten die Spieler des Bundesligisten KSC Landsweiler am Samstagabend auf ihre beiden Schluss-Kegler zu. Tom Jochem und Holger Philippi hatten nämlich gerade ein für den Aufsteiger schon verloren geglaubtes Spiel gedreht – und das ausgerechnet im Derby gegen den favorisierten Lokalrivalen KSC Hüttersdorf.


„Das war ein richtig heiß umkämpftes Match – mit dem besseren Ende für uns. Wir freuen uns riesig“, sagte Landsweilers Thomas Benzkirch strahlend. Beim Hüttersdorfer Mannschaftsführer Holger Hamm saß der Frust dagegen tief. „Das war heute so, als wenn du beim Fußball die ganze Zeit auf ein Tor spielst und dann in der 89. Minute das 0:1 kassierst.“

In der Tat lag Hüttersdorf während der ganzen Partie immer in Führung. Vor allem Ex-Nationalspieler Daniel Schulz, mit 869 Holz bester Mann des Tages, und Junioren-Weltmeister Robin Schrecklinger mit 849 Holz hatten dafür gesorgt, dass die Gäste vor dem Schlussblock mit 31 Holz Vorsprung vorne lagen.



Und auch dort schien alles zugunsten der Gäste zu laufen. Zwar brachten Jochem und Philippi die Gastgeber etwas heran, doch Hamm und Alexander Tobae schienen den Vorsprung für Hüttersdorf ins Ziel zu bringen. Vor den letzten 15 von insgesamt 720 Würfen beider Teams hatten die Gäste noch mit 16 Holz die Nase vorn. Doch dann schwächelten Hamm und Tobae – und Landsweiler überholte den Favoriten noch.

Für den Aufsteiger war es im siebten Bundesliga-Heimspiel schon der siebte Sieg. „Das ist überragend. Zumal da schon einige richtig gute Mannschaften dabei waren“, jubelte Benzkirch. Vor allem dank dieser Heimstärke liegt der Liga-Neuling derzeit auf Rang sechs der Tabelle. Könnte der KSC diesen Platz bis zum Saison-Ende halten, würde er den direkten Klassenverbleib schaffen und müsste nicht in die Abstiegsrunde. „Das wäre der Wahnsinn. Bis es soweit ist, haben wir aber noch einiges an Arbeit vor uns“, so Benzkirch.

Hüttersdorf droht dagegen als Fünfter die Meisterschafts-Endrunde der vier besten Teams zu verpassen. „Es wird schwer, noch in die Play-Offs zu kommen. Wir müssen unser Saisonziel wohl korrigieren“, so Hamm. „Einige Spieler sind bei uns schon die gesamte Runde über nicht so in Form.“

Auf Hüttersdorf wartet nun schon das nächste Derby: Am 16. Dezember empfängt der KSC um 16 Uhr Tabellenführer Oberthal. Landsweiler ist bereits am kommenden Samstag wieder im Einsatz. Dann ist der Aufsteiger bei SK Düsseldorf zu Gast.

In der Frauen-Bundesliga gewann der KSC Dilsburg am Samstag sein Auswärtsspiel bei den KSF Wuppertal mit 3:0. In der 2. Liga Süd der Herren entschied die KSG Köllerbach-Lebach das Kellerduell gegen den KSC Hüttersdorf II ebenfalls mit 3:0 für sich.