Kegeln: KSC Hüttersdorf hat Ambitionen

Kegeln : KSC Hüttersdorf hat Ambitionen

Die Kegler des KSC Landsweiler starten am Samstag in die erste Erstligasaison der Vereinsgeschichte. Saisonziel ist der Ligaverbleib. Lokalrivale KSC Hüttersdorf strebt dagegen nach Höherem.

Landsweiler/Hüttersdorf Riesengroß war der Jubel bei den Keglern des KSC Landsweiler am 18. März dieses Jahres. Da errang der KSC in einem dramatischen Saisonfinale die Meisterschaft in der 2. Liga Süd. Am letzten Spieltag triumphierte Landsweiler auf der Bahn des bis dahin punktgleichen Verfolgers GW Rösrath und sicherte sich damit nicht nur den Titelgewinn, sondern erstmals in der Vereinsgeschichte auch den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

An diesem Samstag beginnt für den KSC nun das Abenteuer Erste Liga. Um 16 Uhr ist das Team aus dem Lebacher Stadtteil beim KSV Riol zu Gast. Die dortige Bahn kennt Landsweiler gut, schließlich spielte man auf ihr in den vergangenen Jahren gegen die zweite Mannschaft der Gastgeber, jetzt geht es eine Liga höher gegen die „Erste“ des Clubs. In Riol ist der KSC krasser Außenseiter.

Trotzdem ist die Vorfreude auf den ersten Auftritt in der Eliteliga riesig: „Wir sind alle gespannt auf die Partien gegen die Elite-Mannschaften Deutschlands“, erklärt der Vereins-Vorsitzende Manfred Radau. „Da hat jeder super Kegler und wir sind stolz uns mit diesen messen zu können.“

Für Landsweiler wird es in der Bundesliga nur um den Klassenverbleib gehen. Die nötigen Punkte dafür, sollen vor allem zu Hause eingefahren werden. Um für die 1. Liga gerüstet zu sein, hat der Verein zwei Mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Mit Ralf Panneck, der von Landesligist KSF Hüttigweiler gekommen ist und Christopher Auchlet (aus Belgien) ergänzen zwei Neuzugänge das erfolgreiche Aufstiegs-Team.

Panneck sammelte in früheren Jahren bei der KSG Montan Holten-Duisburg schon Erfahrung in der Bundesliga. Auchlet kam auf Vermittlung des luxemburgischen Altmeisters Jeannot Peter, der ebenfalls noch für den KSC auf die Bahn geht, nach Landsweiler.

Ebenfalls mit einem Auswärtsspiel beginnt die Bundesliga-Saison für den KSC Hüttersdorf. Der zweite Erstliga-Verein aus dem Landkreis Saarlouis ist am Samstag um 14 Uhr bei SK Heiligenhaus zu Gast. Dann wird auch Hüttersdorfs Top-Neuzugang Daniel Schulz erstmals für den KSC auf der Bahn stehen.

Nationalspieler Schulz ist von Zweitligist TuS Wiebelskirchen nach Hüttersdorf gewechselt (wir berichteten). Und dies sorgt im Schmelzer Gemeindeteil für Euphorie: „Man merkt auch rund um den Verein, dass die Leute mit uns mitfiebern, weil wir diese Saison eine richtig schlagkräftige Truppe haben“, berichtet KSC-Mannschaftsführer Holger Hamm.

Mit Neuzugang Schulz, Junioren-Weltmeister Robin Schrecklinger und Marc Glöckner hat Hüttersdorf nun drei echte Top-Spieler in seinen Reihen. Und die sollen dafür sorgen, dass das Ergebnis der hervorragenden letzten Saison noch getoppt wird. Da wurde der KSC Sechster – das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte. „In der neuen Saison wollen wir jetzt erstmals in die Meisterschafts-Endrunde“, erklärt Hamm selbstbewusst. An dieser nehmen die ersten vier der Tabelle der regulären Saison teil.

Ein Stammgast in der Meisterschafts-Endrunde sind schon die Bundesliga-Frauen des KSC Dilsburg. Der Club, der 2010 Deutscher Meister und in den vergangenen beiden Jahren Vizemeister wurde, peilt auch in diesem Jahr die Play-Off-Teilnahme an. Dilsburg startet an diesem Sonntag um 12 Uhr beim KC Wieseck in die neue Runde.

Ihr erstes Spiel bestreiten an diesem Wochenende zudem die beiden Herren-Zweitligisten aus dem Landkreis: Die KSG Köllerbach-Lebach ist am Samstag um 15 Uhr im Derby beim TuS Wiebelskirchen zu Gast. Aufsteiger Hüttersdorf II spielt bei GW Rösrath (Spielbeginn: 13 Uhr).

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