Komik in bester Mundart

Calmesweiler. "Wenn die Zuschauer zufrieden sind, sind wir es auch", erklärte Franz Steinbach, Vorsitzender des Theatervereins Thalia aus Calmesweiler am vergangenen Sonntagabend nach der gelungenen Aufführung der Komödie "Ein lästiger Bettgesell" aus der Feder von Ulla Kling

Calmesweiler. "Wenn die Zuschauer zufrieden sind, sind wir es auch", erklärte Franz Steinbach, Vorsitzender des Theatervereins Thalia aus Calmesweiler am vergangenen Sonntagabend nach der gelungenen Aufführung der Komödie "Ein lästiger Bettgesell" aus der Feder von Ulla Kling. "Es sind genau diese Komödien, bei denen es viel zu lachen gibt, die unser Publikum so gerne sieht", fügte er hinzu. Und er muss es wissen, sucht er doch schon seit vielen Jahren nach den Aufführungen den Kontakt zum Publikum.Die Gäste, so sagte er, kommen längst nicht nur aus Eppelborn, sondern der Verein habe Fans aus dem ganzen Saarland. Seit 40 Jahren ist Steinbach im Vorstand des Theatervereins Thalia dabei, seit vielen Jahren als Vorsitzender und doch nie aktiv auf der Bühne. Seine Liebe zum Theater kommt aus der Zeit der katholischen Jugend und der Pfadfinder, wo er Bühnenerfahrung gesammelt hat. Seine Frau, Ursel Steinbach, hingegen ist als Souffleuse aktiv und stand den sieben Akteuren auf der Bühne zur Seite. Die entzündeten in bester Mundart ein wahres Feuerwerk an Witz und Komik.

Allen voran Martin Schweizer, der als Sohn Tobias Melkmeier mit seiner Spielfreude begeisterte. Sein fröhliches Lachen, wenn eine der Pointen beim Publikum besonders gut ankam, sprang immer wieder auf die Zuschauer über. Seine Mutter, Elfriede Melkmeier, glänzend von Christa Jochum in Szene gesetzt, bewies als entnervte Ehefrau Bühnenpräsenz.

Und sie hatte es nicht leicht mit Ehemann Jakob, der in den 30 Jahren Ehe nachts schon manchen Meter Holz gemacht hat. Spielleiter Manfred Klos hauchte dem Schnarcher und zudem überaus eifersüchtigen Ehemann gekonnt Leben ein. Ganz kurzfristig in die Rolle der neugierigen Nachbarin, Babett Gaunzer, war Claudia König geschlüpft. In nur drei Wochen hat sie ihre Rolle gelernt. "Wir haben im November mit den Leseproben begonnen, dann einmal in der Woche geprobt. In den letzten drei Wochen waren die Proben dann sehr intensiv", erläuterte Steinbach den Arbeitsaufwand der Akteure.

Die meisten von ihnen stehen schon seit Jahren bei Thalia auf der Bühne und begeisterten durch ihr schauspielerisches Talent. Ob Tochter Gerlinde, alias Lisa Kolling, ehemals Mitglied der Jugendgruppe, Martin Gihl, der als ihr Verlobter Joachim auf die Probe gestellt wurde oder der Pastor, gespielt von Dieter Dörr, sie alle erhielten viel Applaus für einen gelungenen lustigen Theaterabend.