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stellungnahme
Klauspeter Brill nimmt Kritik an Stadtverwaltung nicht hin


Lebachs
 Bürgermeister Klauspeter Brill.
Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill. FOTO: Toni Bartz
Lebach. Bürgermeister weist die Rüge am Arbeitstempo zurück.

( In ihrer Ausgabe vom 18. Dezember berichtete die Saarbrücker Zeitung über die letzte Sitzung des Lebacher Stadtrates. Im Artikel wurde die in der Sitzung vorgetragene Kritik wiedergegeben, die Stadtverwaltung antworte monatelang nicht auf Briefe seitens der Bürger beziehungsweise Anfragen der Ortsräte. Mehr Führungskompetenz seitens des Bürgermeisters wurde gefordert.


Bürgermeister Klauspeter Brill widerspricht der Kommentierung im SZ-Bericht, wonach es in Lebach
zunehmend schleppend zugehe mit der Umsetzung von Beschlüssen und Projekten: „Das wird den Tatsachen nicht gerecht, und es ärgert mich, wenn auf der Grundlage von Einzelfallschilderungen ein solches Pauschalurteil gefällt wird. Ich kann in der Stadtverwaltung auf ein motiviertes und hochqualifiziertes Team zurückgreifen.“

Seit Jahren finde ein permanenter Personalabbau im Rathaus statt; immer mehr Arbeit muss auf immer weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt werden. Das sei der notwendige Beitrag, den die Stadtverwaltung zur Haushaltskonsolidierung erbringen müsse, betont der Verwaltungschef in der Stellungnahme. Viele Mitarbeiter arbeiten deswegen mittlerweile an ihrer Belastungsgrenze. Wenn es dann innerhalb eines stark belasteten Fachbereiches oder Sachgebietes zu längeren krankheits- oder urlaubsbedingten Ausfällen komme, dann sei dies durch die Kolleginnen und Kollegen nicht mehr zu kompensieren. Brill lege im Einvernehmen mit seiner Führungsmannschaft in solchen Fällen Prioritäten fest.



„Doch einige sehen meine Führungskompetenz wohl nur dann als gegeben, wenn ich ihnen ihre Wünsche so umfassend und schnell wie möglich erfülle. Ich hingegen verstehe gute Führung so, dass ich einerseits auf eine ordnungsgemäße und möglichst zeitnahe Aufgabenerfüllung meines Hauses achte, andererseits aber auch der Fürsorgepflicht gegenüber meinen Mitarbeitern gerecht werde.“