Jahresrückblick Lebach : Memoriam-Garten findet viel Zuspruch

Der Verschuldung der Stadt Lebach hat sich verringert. Dennoch ist Sparen weiter angesagt. Die Friedhofslandschaft ist im Umschwung.

Die Neugestaltung der Friedhofslandschaft, die Kinderbetreuung sowie die Behebung von Straßenschäden gehörten im vergangenen Jahr zu den Hauptthemen in der Stadt Lebach. Seitens der Kirchengemeinde darf der Kampf um Lebach als Pfarrei der Zukunft nicht unerwähnt bleiben.

In seinem Rückblick hob Bürgermeister Klauspeter Brill besonders hervor, dass in Lebach zum zweiten Mal in Folge in 2018 ein zahlungswirksamer Haushaltsausgleich erreicht werden konnte und sich dadurch die Verschuldung der Kommune verringert hat. Durch die massiven finanziellen Einsparungen waren besonders das Personal der Verwaltung sowie die allgemeine Infrastruktur betroffen.

Die Errichtung eines Memoriam-Gartens auf dem Lebacher Friedhof findet viel Zuspruch. Eine weitere Urnengemeinschaftsanlage (neben Falscheid und Gresaubach) wurde in Aschbach gebaut, Planungen für Dörsdorf und Niedersaubach laufen. Das Thema Leichenhalle Landsweiler sowie das Anlegen einer Urnengemeinschaftsanlage wird Verwaltung und Rat auch im neuen Jahr weiter beschäftigen.

Investiert hat die Stadt auch in die Kindergärten und Schulen. Die Kita Aschbach wurde umgebaut und erweitert. Auch soll das Betreuungsangebot an den Freiwilligen Ganztagsschulen erweitert werden. Ein Schulentwicklungskonzept wurde ebenfalls erstellt.

Die Starkregenereignisse im Juni haben auch in Lebach zu Schäden und Überflutungen geführt. Insbesondere der Stadtteil Aschbach war hiervon mehrfach betroffen. Neben den Soforthilfen vom Land hat auch die Stadt die Geschädigten finanziell unterstützt.

Durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln über das Straßenbauförderprogramm des Landes konnte die Stadt in diesem Jahr mehr Maßnahmen auf den Weg bringen, um Straßen in Lebach und in den Stadtteilen zu sanieren. Auch die durch den Saarbahnbau beschädigten Straßen in Landsweiler konnten erneuert werden. Außerdem wurden größere Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser in der Straße der Weißen Rose sowie im Schwarzenacker durchgeführt. Der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen im gesamten Stadtgebiet stellte 2018 einen weiteren Schwerpunkt dar. Dass die Stadt ihre Verantwortung im Bereich der Barrierefreiheit ernst nimmt, zeigt die enge Zusammenarbeit der Verwaltung mit dem ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten. Der von Pascal Borr erstellte Maßnahmenkatalog mit kritischen Punkten wurde und wird sukzessive abgearbeitet.

Lebach zeichnet sich auch durch seine Feste aus. Der Frühling im Gewerbepark machte den Veranstaltern durch das schlechte Wetter fast einen Strich durch die Rechnung. Die übrigen Veranstaltungen – wie zum Beispiel Abend der Sinne und die Kultursommer-Termine – bescherten der Kommune große Besucherzahlen.

Mit der erfolgreichen Teilnahme an der Aktion Stadtradeln hat Lebach ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Über 28 000 Kilometer haben die Lebacher im Aktionszeitraum zurückgelegt. In Bezug auf die Einwohnerzahl waren dies die meisten Kilometer im ganzen Land.

Im Gohlocher Wald bei Landsweiler wurden zwei Windräder errichtet, im Spechenwald (zwischen Aschbach und Gresaubach) drei Anlagen.

Für Bestürzung sorgte der Brand der Marienkapelle auf Höchsten. Das Gotteshaus war Mitte Mai renoviert worden und wurde im August ein Raub der Flammen. Viele Besucher kamen auch zur Ausstellung „Koffer für die letzte Reise“ und zur Ausstellung einer Reliquie der Heiligen Bernadette in die Lebacher Pfarrkirche. Fast 1000 Besuchen nahmen an der abschließenden Lichterprozession teil.

Die Lebacher Polizei hat einen neuen Leiter. Peter Stöhr übernahm von Wolfgang Barbian die Leitung. Neuer Leiter des Kriminaldienstes ist Martin Pohl, und Angélique Groß leitet nun die Volkshochschule (VHS) Lebach.

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