| 20:25 Uhr

Kita St.Nikolaus Lebach
Das „Ich-bin-Ich“ in vielen Sprachen

 Beim Leseaktionstag in der Kindertagesstätte St. Nikolaus in Lebach wurde den Kindern nicht nur die Geschichte vom „Ich-bin-Ich“ vorgelesen. Sie gestalteten auch für die kleinen Figuren ein eigenes Heim in einem Schuhkarton.
Beim Leseaktionstag in der Kindertagesstätte St. Nikolaus in Lebach wurde den Kindern nicht nur die Geschichte vom „Ich-bin-Ich“ vorgelesen. Sie gestalteten auch für die kleinen Figuren ein eigenes Heim in einem Schuhkarton. FOTO: Leick
Lebach. Aktionstag in der Kindertagesstätte St. Nikolaus widmet sich dem berühmten Bilderbuch-Geschöpf. Von Monika Kühn

Das kleine „Ich-bin-Ich“ war in der Caritas Kindertagesstätte St. Nikolaus in Lebach auf der Suche nach seinem Ich. Zu einem Leseaktionstag hatte die Kita mit dem Ehrenamtsprojekt EFI (Engagement für Integration) des DRK-Kreisverbandes eingeladen. Der ganze Tag war diesem einen Thema gewidmet. 60 Mädchen und Jungs im Alter von vier bis sechs Jahren hatten bei drei Aktionen die Gelegenheit, das Thema zu erleben, zu erarbeiten und nachzuspielen. In der Kita St. Nikolaus werden Kinder aus 16 Nationen betreut.


An dem Tag stand auch das Lesen der Geschichte von Mira Lobe um das Geschöpf, das bei allen möglichen anderen Tieren immer nicht ganz dazugehört, auf dem Programm. Aber nicht nur in Deutsch. Die Kinder konnten die Geschichte des kleinen Ich-bin-Ich auf der Suche nach seinem Ich auf Kurdisch, Russisch, Arabisch, Polnisch, Farsi und Englisch hören. Einige Mitarbeiterinnen der Einrichtungen sprechen diese Sprachen, auch vom DRK-Kreisverband waren Ehrenamtler gekommen, um in den entsprechenden Sprachen vorzulesen.

In der Gruppe von Mechthild Warken-Anthony wurde die Geschichte bei unserem Besuch gerade auf Polnisch erzählt. „Es ist erstaunlich, wie schnell die Kinder ein paar Worte in einer fremden Sprache lernen“, sagt sie. „Sprache ist schließlich der Schlüssel zur Welt.“ Viele Kinder würden auch Englisch wählen. Diese Sprache kennen sie zwar nicht, aber im Alltag werden sie immer wieder damit konfrontiert. Zum Abschluss wurde noch das Ich-bin-Ich-Lied gesungen, ein Bilderbuchkino unterstützte die Vorleserinnen – und die Kinder konnten gespannt wie in einem Bilderbuch die Geschichte verfolgen.



Zusammen mit der Leiterin Sylvia Leick ging’s in die Bastelgruppe. Ehrenamtliche DRK-Helferinnen hatten im Vorfeld 60 kleine Ich-bin-Ich genäht, dazu für jede Figur vier Füße, was zusammen 300 Teile macht. „Viel Arbeit, die im Vorfeld geleistet wurde“, erzählen Vera Dahlem und Annette Adam-Huffer vom DRK. Die Kinder stopften dann fleißig die Rohlinge aus, knüpften Schnurrbärte und Haare an, gaben der Figur ein Gesicht. Mit großem Eifer waren alle bei der Sache.

Gruppe drei galt den Bewegungsspielen. Dort verkleideten sich die Kinder mit unterschiedlichen Hüten und schlüpften in andere Rollen.

Insgesamt 60 Schuhkartons waren als Haus eingerichtet, beklebt und bemalt worden. Schließlich sollte sich das Ich-bin-Ich eines jeden Kindes darin wohl fühlen. Am Nachmittag wurde diese Häuser ganz stolz den Eltern präsentiert. Die Kinder dürfen diese auch mit nach Hause nehmen.

Die Idee zu diesem Aktionstag kam vom DRK-Kreisverband. EFI koordiniert interkulturelle Projekte, berät, begleitet und bietet projektbezogene Schulungen an.