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Denkmal Homes-Millersch Kreuz in Thalexweiler fertig restauriert
Homes-Millersch-Kreuz steht vor Vollendung

In einem aufwendigen Verfahren konnte Malermeister Walter Lesch die Vorlagen für die Tafeln des Homes-Millersch-Kreuz anfertigen. Auf unserem Foto zeigt er auch ein Modell des wiederhergestellten Kreuzes.
In einem aufwendigen Verfahren konnte Malermeister Walter Lesch die Vorlagen für die Tafeln des Homes-Millersch-Kreuz anfertigen. Auf unserem Foto zeigt er auch ein Modell des wiederhergestellten Kreuzes. FOTO: Fred Kiefer
Thalexweiler. Malermeister Walter Lesch hat bereits die Vorlagen für die vier Schrifttafeln angefertigt. Von Fred Kiefer

In Verlängerung des Friedhofsweges in Thalexweiler, ein gutes Stück hinter den letzten Häusern des Lebacher Stadtteils, steht linksseitig das Homes-Millersch-Kreuz. Das Kleindenkmal wurde nach dem ersten großen Krieg, vermutlich zu Beginn der 1920er Jahren, zum Andenken an den seit der Schlacht an der Marne im Frühjahr 1918 vermissten Soldaten Peter Schmitt im Auftrag der Eltern des Vermissten, Peter Senior und Eleonore Beaumont, errichtet (wir berichteten).


Der Sohn aus der damaligen Öl- und Sägemühle, die im Tal an der Banngrenze zu Aschbach stand, war am 26. März 1892 geboren, stand also in der Blüte seines Lebens. Bei den Kämpfen an der Marne im März und April 1918 versuchte die deutsche Armee noch einmal in Frankreich die Initiative zu ergreifen.
Jedoch vergeblich. Die blutigen Gefechte, von der Obersten Deutschen Heeresleitung „Operation Michael“ genannt, forderten auf deutscher Seite 35 163 Gefallene, 22 701 Vermisste und später noch um die 60 000 Erkrankte. Sie führten letztlich zur Kapitulation der Deutschen.
Der pensionierte Thalexweiler Malermeister Walter Lesch, ein Experte für die Renovierung von Denkmälern und vor allem von Gefallenen-Kreuzen, begann im vorigen Jahr mit der Sanierung des Kreuzes. Er hat die fehlende Krone erneuert und Schäden am Korpus ausgebessert.

Wegen Erkrankung musste er weitere Restaurationsarbeiten wie das Anfertigen von vier Motivtafeln unterbrechen. Nach seiner Genesung hat Lesch dann begonnen, die vorhandenen Negative auf Vorlagen zu reproduzieren sowie ein Modell anzufertigen. Da es in seiner Werkstatt im Keller zu kalt war, hat er eine Stehleiter in der Küche aufgebaut, um sie als Stativ für die vier Motivtafeln zu verwenden.

Auf der oberen senkrechten Tafel ist die Kreuzigungsszene dargestellt, links darunter der heilige Jakobus und rechts die heilige Anna, in Anlehnung an die Namen der Großeltern des Vermissten. Im unteren Teil befindet sich die Namenstafel des vermissten Peter Schmitt mit dessen Lebensdaten.
Lesch hat mittlerweile eine Firma beauftragt, die Motive mit den Schriften auf Metalltafeln zu übertragen und diese zu versiegeln.
Die aufwendigen Arbeiten sollen rechtzeitig zum 100. Jahrestag der Schlacht an der Marne vollendet sein. Der Restaurator hat die Arbeiten in Abstimmung mit dem Heimatverein Thalexweiler ausgeführt, der auch den größten Teil der Kosten übernimmt.