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Heilige Familie zieht nun auf Höchsten ein

Heilige Familie zieht nun auf Höchsten ein

Seit Mitte Dezember ist in der Wallfahrtskapelle auf Höchsten bereits die Krippe aufgebaut. Die Heilige Familie wird aber erst am Heiligen Abend dort einziehen. Franz-Rudolf Kirsch und Jürgen Recktenwald übernehmen seit zwei Jahren den Krippenaufbau.

Vor über 80 Jahren wurde auf Höchsten die Wallfahrtskapelle errichtet. Natürlich sollte in der Weihnachtszeit eine Krippe nicht fehlen. Wann genau die erste errichtet wurde, konnten Franz-Rudolf Kirsch und Jürgen Recktenwald bei unserem Besuch nicht sagen. Sie wissen nur, dass ein Dörsdorfer Bürger dort eine Krippe aufgestellt hatte, die aber in die Jahre gekommen war. Sie zerbröckelte langsam, war die doch aus Styropor. Im vergangenen Jahr wurde sie durch eine neue ersetzt.

Stall und Figuren sind Spenden

Einige Hirten und Schafe stammen noch aus dem alten Fundus. Es fällt nicht auf, dass es drei verschiedene Größen sind. Die neuen Figuren, unter anderem die Heilige Familie, sind aus Kunststoff gegossen. Sie wurden von Sonjas Malstübchen aus Steinbach gespendet. Auch der neue Stall ist ein Geschenk. Rudi Backes aus Dörsdorf hat ihn nach den Vorstellungen von Kirsch und Recktenwald gebaut, die mittlerweile für den Krippenaufbau zuständig sind.

Beide wollten eine Krippe, wie sie sie von Kindertagen kennen. Ihre Ideen haben sie Backes erklärt und dieser habe sie zu ihrer "vollsten Zufriedenheit umgesetzt". "Nichts Orientalisches, ein einfacher Stall sollte es sein", betont Kirsch. Auch die Tannenbäume in dem Gotteshaus sind gestiftet. In diesem Jahr von einer Familie aus Hüttigweiler.

Mit seinem Traktor hat Recktenwald deren Transport übernommen. Auch werden Krippe und Figuren damit von der Kirche, in der alles das Jahr über untergestellt ist, in den Wald transportiert. Für 2016 hat schon ein Steinbacher Bürger die Zusage für die Bäume gegeben. "Es dauert schon ein paar Stunden, bis alles an Ort und Stelle ist."

Kirsch ist auch Vorsitzender des Fördervereins der Marienkapelle in Höchsten, der im vergangenen Jahr gegründet wurde. Deren Mitglieder und auch andere Ehrenamtliche haben in diesem Jahr 500 Arbeitsstunden an der Kapelle und ihrem Umfeld geleistet.

"Neben den großen Putzaktionen im Frühjahr und Herbst gab es viele kleinere Aktionen, die dazu beitragen, dass sich die Anlage in Höchsten in einem ordentlichen Zustand befindet", zählt Kirsch auf. Geld in die Kasse komme durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen, der Teilnahme an der Höchstener Kirmes, von Sponsoren und Mitgliedsbeiträgen.

Tausende Facebook-Klicks

Ein ehrgeiziges Projekt hat der Förderverein fürs kommende Jahr auf der Agenda: Ein behindertengerechter Zugang zu der Kapelle. Geplant war, den Weg vom Gasthaus Waldfrieden bis zur Kapelle auszubauen. Doch das würde viel zu teuer. Nun wurde eine Alternative von unten, vom Pilgerplatz aus, ins Auge gefasst. Dem habe auch Trier zugestimmt. Angebote sollen jetzt eingeholt werden. Stolz können Kirsch und Recktenwald auf die Krippe sein. Sie haben ein Bild bei Facebook eingestellt, das schon einige Tausend Mal angeklickt wurde.