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Heckenschütze schießt auf elf Autos

Lebach. Sie waren auf dem Weg zur Arbeit, als sie am frühen Morgen von einem oder mehreren unbekannten Heckenschützen beschossen wurden: Auf elf Autos feuerten die Täter, ein Mann wurde dabei leicht verletzt. Die Hintergründe sind völlig unklar. Monika Kühn

Am Nordring von Lebach ist gestern am frühen Morgen auf elf vorbeifahrende Autos geschossen und dabei ein Mensch verletzt worden. Ob ein Einzeltäter oder mehrere Heckenschützen hinter der Tat stecken, ist unklar. Zwischen 5.15 und 5.30 Uhr seien die Schüsse abgegeben worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Hintergründe der Tat lägen noch völlig im Dunkeln.

Mit 80 Mann war die Spurensicherung der Polizei im Einsatz und suchte bis zum Einbruch der Dunkelheit nach Hinweisen. Der gesamte Bereich wurde von der Polizei großräumig abgeriegelt, und zwar von Gresaubach bis Steinbach. Wo genau auf dieser gut vier Kilometer langen Strecke die Schüsse fielen, darüber konnte Georg Himbert , Pressesprecher des Landespolizeipräsidiums, keine Auskunft erteilen. Ein bewaffnetes Sondereinsatzkommando durchkämmte mit Suchhunden ein Waldstück.

Nach bisherigen Erkenntnissen seien von den Schüssen elf Autos getroffen worden, hieß es. Ein Mann wurde leicht verletzt, wahrscheinlich durch Glassplitter. Die Autofahrer waren nach SZ-Informationen auf dem Weg zur Arbeit. Das Landeskriminalamt stellte die Autos sicher, um sie kriminaltechnisch zu untersuchen.

Gestern Abend fand in Lebach die Verabschiedung des Fallschirmjägerbataillons 261 statt (siehe ). Nach 54 Jahren verlassen die "Roten Teufel" die Garnisonsstadt. Ob die Schüsse damit in Zusammenhang stehen könnten, sei spekulativ, hieß es aus Polizeikreisen. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt. Im Bereich des Nordrings auf Höchsten befindet sich auch der Standortübungsplatz der Lebacher Kaserne.

Unklar ist, wie viele Schüsse fielen, ebenso um welche Waffe und welche Geschosse es sich handelt. Die Polizei riegelte den gesamten Bereich ab. Der Nordring wurde für den Verkehr gesperrt. Bei der Suche nach den Tätern wurde ein Hubschrauber der hessischen Polizei eingesetzt.

Die Polizei warnte eindringlich davor, den Bereich zu betreten. Im Laufe des Tages gingen Hinweise aus der Bevölkerung ein. Deren Auswertung dauere an, teilte die Polizei mit. Zeugen können sich an den Kriminaldauerdienst wenden, Telefon (06 81) 962 21 33 oder an jede andere Polizeidienststelle.