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Kiewi
Grundschüler erleben Wirtschaft

Die Schüler gaben einen eindrucksvollen Einblick in das Wissen rund um die Wirtschaft.
Die Schüler gaben einen eindrucksvollen Einblick in das Wissen rund um die Wirtschaft. FOTO: Merkel Carolin / Carolin Merkel
Lebach. Viertklässler der drei Lebacher Grundschulen haben bei einem Projekt Unternehmen kennengelernt. Von Carolin Merkel

Produktion, Handel, Dienstleistung – Lisdorfer Berg, Häsfeld, Industriepark Saarwellingen – Ford, Dillinger Hütte und Reha – all das und noch viel mehr steht im Landkreis Saarlouis für eine gut funktionierende Wirtschaft. Und all das, Gewerbegebiete, Unternehmen, aber auch wirtschaftliche Zusammenhänge, sind bei den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe vier an den drei Lebacher Grundschulen ab sofort keine Fremdwörter mehr.


Sehr intensiv hat sich der Nachwuchs im Rahmen des KieWi-Projektes der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Untere Saar (WFUS) mit dem Thema Wirtschaft beschäftigt. Im Unterricht, vor allem aber auf den Bustouren durch den Landkreis, brachte Projektleiter Manfred Krämer den Grundschülern die Vielfalt der Wirtschaft im Landkreis näher.

Unter dem Motto „Lebacher Grundschüler entdecken die Wirtschaft“ hatten sich die Grundschulen St. Michael Lebach, St. Barbara Landsweiler und die Nikolaus-Groß-Schule Lebach in diesem Jahr an dem Projekt, das schon an mehreren Schulen im Kreis zu Gast war, beteiligt. Herausgekommen sind absolut sehenswerte Arbeitsergebnisse. Die präsentierten die sechs Klassen am Mittwochmorgen in der Michaelskapelle auf dem Schulgelände in Lebach.



Angefangen bei Grundbegriffen und Zusammenhängen, wie Wirtschaftsunternehmen funktionieren, über die Probleme bei der Ansiedlung von neuen Gebieten – die Kinder durften sich auch einmal als Bürgermeister versuchen und wurden sie in den mehreren Themengebieten fit gemacht. Vor allem aber die Präsentation der Unternehmen aus dem Kreis, allen voran der teilnehmenden Betriebe aus Lebach, zeigte, wie genau sich die Jungen und Mädchen mit Firmengeschichte, Angebotspalette und Mitarbeiterzahlen befasst hatten. Besonders begeistert war die Gruppe, die den Saarhafen vorstellen durfte, aber auch der Partyservice erhielt eine ganz besondere Erwähnung. Viel Beifall gab es von den Mitarbeitern des Reha Logistik Center, die mit ihrem Chor den musikalischen Part der Veranstaltung übernommen hatten und schon am Morgen für Feierlaune sorgten. „Es ist nicht selbstverständlich, dass die Firmen die Türen öffnen, Mitarbeiter abstellen und oftmals auch der Chef selbst die Besuchergruppen empfängt“, sagte Lebachs Bürgermeister Klauspeter Brill. Er dankte allen voran Manfred Krämer, der nicht nur anlässlich der Abschlusspräsentation viel Schweiß vergossen hatte, um die Wirtschaftsbetriebe bei den Jüngsten interessant zu machen. Krämer betonte, dass alle Texte als Hausaufgaben entstanden sind, und dass die Kinder mit Eltern oder im Internet die Informationen zu den Unternehmen selbstständig zusammengetragen haben.

KieWi, sagte Landrat Patrik Lauer, sei keine Frucht und kein exotischer Vogel. Das zusätzliche „E“ stehe für Erfahren, Entdecken und Erleben. „Ihr habt sicher immer mal wieder gehört, wie wichtig es ist, dass die Wirtschaft laufen muss. Jetzt habt ihr die Zusammenhänge erfahren“, sagte Lauer.