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Gemeinsame Zeit ist ihnen wichtig

Gemeinsame Zeit ist ihnen wichtig

Was es an Heiligabend bei Familie Zimmer aus Landsweiler zu essen gibt, steht noch nicht fest, nur schmecken muss es allen. Anderes aber ist Pflicht: Dazu gehört, dass Papa Zimmer die Weihnachtsgeschichte vorliest.

Eines ist sicher: Für Kinder ist die Vorweihnachtszeit gerade auch wegen der Geschenke besonders spannend. Was soll ich mir wünschen? Und was bringt mir das Christkind ?

Diese beiden Fragen beschäftigen dieser Tage auch die beiden Kinder Alexander, sechs Jahre, und die neunjährige Louisa Zimmer aus Landsweiler . Wobei, der ein oder andere Wunsch hat sich bei Louisa gestern bereits erfüllt. Genau eine Woche vor Heiligabend feiert die Grundschülerin Geburtstag. Und auch erst danach, verrät Mama Nicole, hat sie den Kopf frei, um das Essen für die Weihnachtsfeiertage zu planen. Denn das wird, im Gegensatz zu vielen Familien, bei denen es feste Traditionen beim Speiseplan gibt, immer recht kurzfristig entscheiden. "Einziges Kriterium bei der Auswahl ist, dass es alle gerne essen. Experimente werden keine gemacht", verrät die Mama. Der Papa ist beim Fototermin mit der Saarbrücker Zeitung bei der Arbeit. "Wenn es Ferien gibt, hat auch mein Mann Urlaub, und wir haben endlich mal zwei Wochen Zeit zusammen", freut sich Nicole Zimmer. Traditionell beginnt bei Familie Zimmer Weihnachten mit dem Besuch der Krippenfeier in der Kirche in Eidenborn. Anschließend wird die Uroma, stolze 98 Jahre alt, besucht. "Bis vor zwei Jahren hat sie noch mit uns gefeiert, das ist ihr jetzt ein bisschen zu viel. Da feiern wir halt ein bisschen Weihnachten bei ihr", sagt Zimmer. Danach geht es nach Hause, die letzten Vorbereitungen stehen an. "Während ich in der Küche bin und das Christkind die Geschenke unter den Baum legt, kümmert sich der Papa um den Nachwuchs", erzählt sie. Denn noch, betont sie, herrscht in der Familie der Zauber der Weihnacht.

"Klar kann das Christkind schreiben, das ist doch ein Mensch und war auch in der Schule", erklärt Alexander, als es darum geht, dass auf den Päckchen die Namen der Beschenkten stehen. "Hast du beim Christkind auch das Spielhandy bestellt, das ich mir wünsche?", fragt er seine Mama, seine Nervosität ist kaum zu übersehen. Kleine Geschenke und das große Versprechen, brav zu sein, hat es bereits beim Besuch des Nikolaus gegeben. Ob er brav genug war, wird der Heilige Abend zeigen. Doch, bevor es ans Auspacken geht, wird erst einmal musiziert, Alexander mit der Blockflöte, Louisa am Klavier. "Danach, und das hat schon lange Tradition, liest mein Mann die Weihnachtsgeschichte vor", sagt die Mama.

Auch in diesem Jahr steht Playmobil bei den Kindern auf dem Wunschzettel. "Da bin ich froh über den Patenonkel, der klinkt sich am Tisch dann ganz aus und hilft den beiden schon mal stundenlang beim Aufbauen", erzählt Nicole Zimmer.