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Homesmühle
Geheimtipp der Gemütlicheit

Das Gasthaus Homesmühle von außen — ein Geheimtipp zwischen Thalexweiler und Aschbach.
Das Gasthaus Homesmühle von außen — ein Geheimtipp zwischen Thalexweiler und Aschbach. FOTO: Fred Kiefer / Fred kiefer
Thalexweiler . Im Gasthaus Homesmühle zwischen Thalexweiler und Aschbach stehen die Wirtin und ein Holzofen im Mittelpunkt — und die Gemütlichkeit. Von Fred Kiefer

Das zwischen Thalexweiler und Aschbach gelegene Gasthaus Homesmühle gilt für viele als ein Geheimtipp. Sie lieben diese abseits bekannter Wege gelegene kleine Kneipe nicht nur wegen ihrer Einrichtung und ihrer geschichtsträchtigen Lage, sondern vor allem auch wegen der gastfreundlichen Wirtin Annette Naumann und ihrem Ehemann Michael.


Die Jahreszahl 1897 über dem Nebeneingang des Gasthauses weist auf die Wohnung des früheren Mühlenbauern Josef und seiner Ehefrau Pauline Schmitt hin (bis 1941). Die Tochter Annette Naumann eröffnete 2010 im Andenken an ihre Eltern das Wirtshaus. Sie erzählt: „Ich bin in diesem Haus geboren, es ist mein Elternhaus, also meine Heimat.“

Anton, Cousin von Josef, war der Müller in jenen Tagen, als in der Homesmühle noch Korn gemahlen und später auch noch Holz gesägt wurde. Die Voraussetzung für den Betrieb einer Mühle war das Vorhandensein von Wasser. In einem Tal gelegen und von Erhebungen umgeben, gab es davon in der Homesmühle reichlich.

Heute zeugen Bachläufe und Fischweiher am Weg von Aschbach her vom Wasserreichtum der Gegend. Die Mühle war noch im 2. Weltkrieg in Betrieb, das Sägewerk arbeitete bis in die 50er Jahre.

Doch zurück zur Gaststätte und den umstehenden Häusern mit neun Bewohnern, die zu Thalexweiler zählen und nicht wie von Ortsfremden vermutet, zum näher liegenden Ort Aschbach. Bevor die Wirtin öffnet, feuert sie in der kalten Jahreszeit den Holzofen an. Dieser verbreitet nicht nur eine behagliche Wärme in der Gaststube mit ihren fünf Tischen, sondern sorgt auch für einen würzigen Duft.



Anstelle eines Schanktisches stapeln sich Schnaps- und andere Getränkeflaschen auf einem Buffet nach Großmutters Art. Natürlich gibt es auch Bier in Flaschen und Weine sowie alkoholfreie Getränke zu trinken. Speisen werden keine angeboten, wie die Wirtin erzählt. Jedoch macht sie auch mal eine „Schmeer“, wenn ein Gast Kohldampf hat.

Wo kommen die Gäste her, und über was reden sie? Die Antwort der Wirtin: „Zu uns kommen mehrere Stammgäste. Wie man aus den Gesprächen hört, kommen sie aus allen umliegenden Ortschaften.“ Da überhaupt kein Automat in der Gaststube vorhanden ist, können sich die Leute gut über dies und das unterhalten. Vielleicht, so Annette Naumann, werde sie den Gastraum vergrößern, ohne aber die gemütliche Atmosphäre kaputt zu machen. „Der Ofen bleibt auf jeden Fall.“

Die Familie Naumann öffnet die Wirtschaft dienstags und donnerstags von 17 bis 20 Uhr und sonntags von 10 bis 13 Uhr.
Auf Wunsch wird für Gesellschaften auch nach Anmeldung, Telefon (0 68 88) 2 26 42 77, geöffnet.

In der Gaststube der Homesmühle: Annette Naumann.
In der Gaststube der Homesmühle: Annette Naumann. FOTO: Fred Kiefer / Fred kiefer