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In Lebach kann man die Besitzer von Tieren ermitteln
Fundtiere werden zugeordnet

Mit diesem Lesegerät kann die Nummer erfasst werden und über die Registrierung bei Tasso der Besitzer ermittelt werden. Angela Sauer , hier mit Bürgermeister Klauspeter Brill, ist Helferin bei Tasso. Sie wird künftig informiert, wenn im Stadtgebiet von Lebach ein verendetes Haustier gefunden wird.
Mit diesem Lesegerät kann die Nummer erfasst werden und über die Registrierung bei Tasso der Besitzer ermittelt werden. Angela Sauer , hier mit Bürgermeister Klauspeter Brill, ist Helferin bei Tasso. Sie wird künftig informiert, wenn im Stadtgebiet von Lebach ein verendetes Haustier gefunden wird. FOTO: Kirsch/Stadt Lebach
Lebach. Mit einem speziellen Lesegerät können Halter gechipter Tiere informiert werden. red

Es ist der Albtraum eines jeden Tierhalters: Vor Schreck oder weil er eine spannende Spur gefunden hat, rennt der Vierbeiner weg und ist zunächst nicht mehr aufzufinden. Weil so eine Situation immer eintreten kann, ist die kostenlose Registrierung von Hunden und Katzen bei Tasso überaus sinnvoll. Dadurch besteht eine große Chance, das entlaufene Tier wieder mit seinem Menschen zusammenzubringen.


Für die Kennzeichnung von Tieren gibt es zwei Möglichkeiten: Die unter Narkose stattfindende Tätowierung in die Ohren oder das Einsetzen eines Transponders, der umgangssprachlich auch Chip genannt wird. Die früher gängige Tätowierung wird heute mehr und mehr durch den Chip abgelöst.

Ein solcher Chip wird vom Tierarzt angebracht und sitzt an der linken Halsseite des Tieres. Wird nun ein Tier gefunden – sei es, weil es sich verlaufen hat, angefahren und verletzt ist oder im schlimmsten Fall durch den Unfall getötet wurde – kann das Tier zugeordnet und der Besitzer informiert werden. Der Chip zeigt beim Ablesen eine 15stellige Nummer. Diese kann mit einem speziellen Lesegerät, das die meisten Tierärzte und Tierheime besitzen, ausgelesen werden.



Auch der Ver- und Entsorgungszweckverband der Stadt Lebach (VEL) besitzt mittlerweile ein solches Gerät. Angela Sauer hat eine entsprechende Anregung in einer Bürgersprechstunde an Bürgermeister Klauspeter Brill herangetragen und ihre ehrenamtliche Unterstützung zugesagt, wenn ein Tier gefunden wird. „Ich kenne das Gefühl aus eigener Erfahrung: Wenn die Katze verschwunden ist, möchte man wissen, was mit dem Tier passiert ist. Deshalb habe ich mich auch als Helferin bei Tasso registrieren lassen.“ Der VEL wird meist von Anwohnern oder Passanten informiert, wenn ein totes Haustier auf der Straße gefunden wird. Künftig geben die Mitarbeiter des VEL dann auch sofort Angela Sauer oder Christa Baus Bescheid. Sie können mithilfe des Lesegerätes die Nummer des gechipten Tieres auslesen. Über Tasso wird dann der Besitzer benachrichtigt.

Im Übrigen haben die Stadt Lebach und die Ortspolizeibehörde auch eine Vereinbarung mit Sabine Brill aus Eppelborn. Wenn ein freilaufender Hund gefunden wird, muss dieser aus Sicherheitsgründen eingefangen werden. „Normalerweise kommt er dann ins nächstgelegene Tierheim nach Dillingen“, erklärt Bürgermeister Klauspeter Brill. „Mit Frau Brill haben wir aber jemanden, der sich schnell und unkompliziert kümmert und das Fundtier bei sich aufnimmt, bis der Besitzer ermittelt ist.“

Die Registrierung bei Tasso ist kostenlos und das Einsetzen des Transponders für das Tier völlig unproblematisch. Vermisst man seine Katze oder seinen Hund, kann man bei Tasso anrufen oder unter www.tasso.net eine Suchmeldung einstellen.

Bei Fundtieren kann man sich auch an das Bürgeramt der Stadt Lebach, Tel. (0  68  81) 590, wenden. Dort werden Maßnahmen in die Wege geleitet.