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Betrugsfälle in Lebach : Frau betrügt mit mieser Masche mehrere Lebacher

Betrugsfälle in Lebach : Frau betrügt mit mieser Masche mehrere Lebacher

Eine Leserreporterin aus einem Lebacher Stadtteil hat sich bei der Saarbrücker Zeitung gemeldet, weil sie Opfer einer Betrugsmasche geworden sei. Ihr Fall liegt schon ein paar Wochen zurück. An ihrem Anwesen habe vor einiger Zeit eine Frau geklingelt und um Hilfe gebeten. Sie habe ein weißes Auto dabei gehabt, sei alleine gewesen und habe Geld für Benzin verlangt, weil sie nicht mehr nach Hause fahren könne.

„Ich habe ihr 20 Euro gegeben. Sie hat mir ihren Namen und ihre Anschrift und ihre Telefonnummer aufgeschrieben und behauptet, dass sie das Geld am nächsten Tag zurück gibt.“ Dies war allerdings nicht der Fall. Die Geschädigte hat Namen und Adresse überprüft. Der Name  stimmte, die Adresse sei richtig, allerdings habe ihr niemand geöffnet. Daraufhin hat sie Anzeige bei der Polizei Lebach erstattet. Es gehe ihr nicht um die 20 Euro. „Ich möchte nur die anderen Leute warnen, damit ihnen nicht dasselbe passiert wie mir.“

Dies war aber schon der Fall. Denn Wolfgang Barbian, Leiter der Polizeiinspektion Lebach, bestätigt auf Nachfrage, dass die Dame, nicht die einzige sei. Der erste Fall liegt bereits über ein halbes Jahr zurück. Im Dezember 2016 erging es einem Lebacher ebenso. Und auch im Mai 2017 hat sich die 51-Jährige auf die genannte Art Geld zu eigen gemacht. Barbian: „Alle drei Fälle sind im Raum Lebach passiert, in allen drei Fällen waren es jeweils 20 Euro. Und in allen drei Fällen haben die Geschädigten Anzeige erstattet.“ Die Bearbeitung der Fälle werde allerdings wegen Geringfügigkeit eingestellt.

Barbian appelliert an die Bevölkerung, sich nicht auf solche Dinge einzulassen. Weder auf den Enkeltrick, noch den Hilflos-Trick wie im genannten Fall, noch auf den Wasserglastrick. Jemand klingelt an der Tür und verlangt ein Glas Wasser, weil es zu heiß ist oder es ihm nicht gut geht, und während der Wohnungsinhaber das Wasser holt, ist die Geldbörse verschwunden oder geleert. Oder es fehlt Schmuck.

Im März hatte der Vdk Gresaubach zu einer Infoveranstaltung eingeladen, bei der die Polizei Lebach auf die Gefahren hingewiesen habe. Barbian: „Leider kommt es trotz Warnungen immer wieder vor, dass man auf solche Betrügereien herein fällt.“ Er könne immer nur wieder appellieren, vorsichtig zu sein. Infos bei der PI Lebach, Tel. (0 68 81) 50 50.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von einer SZ-Leser-Reporterin, die nicht genannt werden möchte. Wenn auch Sie Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich per SMS/Fax an Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder per Mail an: leserreporter@sol.de.