Marienkapelle Höchsten : Finanzielle Hilfe für die Kapellen-Sanierung

Marienkapelle Höchsten : Finanzielle Hilfe für die Kapellen-Sanierung

„So schlimm habe mir das nicht vorgestellt.“ Ministerpräsident Tobias Hans nahm sich am Sonntag die Zeit, den durch einen Brand zerstörten Innenraum der Mariekapelle auf Höchsten in Augenschein zu nehmen.

Pastor Hermann Zangerle, Bürgermeister Klauspeter Brill, Rudi Fuchs vom Kirchengemeinderat, Ortsvorsteher Jörg Wilbois sowie Stadt- und Ortsratsmitglieder begleiteten Hans. Schon vor der Kapelle kam den Besuchern ein intensiver Brandgeruch entgegen. Dieser verstärkte sich noch, als Rudi Fuchs die Tür öffnete. Auf den ersten Blick sieht man nur ein schwarzes Loch. Nach wenigen Augenblicken haben sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt, aber es sind nur schemenhaft Altar und Kommunionbank zu erkennen. Wände und Decke sind rabenschwarz.

Ministerpräsident Hans war gut informiert über den Sachstand. Doch er hatte es sich nicht so schrecklich vorgestellt. Am Nachmittag konnte Hans zwar keine festen finanziellen Zusagen machen, doch er sagte auf jeden Fall Unterstützung zu. Ursache des Brandes soll unsachgemäßer Umgang mit Kerzen gewesen sein (wir berichteten). Doch mittlerweile ermittelt die Polizei in alle Richtungen.

Erst einmal, so Fuchs, muss eine genaue Bestandsaufnahme gemacht werden. Ein Statiker muss die Kapelle überprüfen. Der Altar muss ausgebaut und komplett restauriert werden. Nach dessen Ausbau sei auch erst zu erkennen, ob bei dem Mauerwerk noch alles in Ordnung ist. Mit einem Sachschaden von mindestens 150 000 Euro muss gerechnet werden. Das Bistum Trier habe bereits finanzielle Hilfe signalisiert. Kapellen sind im Allgemeinen nicht versichert. Am Wochenende will Pastor Zangerle die Gelegenheit nutzen, Bischof Stephan Ackermann und Generalvikar Ulrich von Plettenberg den Ausmaß des Schadens zu zeigen. Beide weilen dann in Lebach. Erst im Mai war der Innenraum der Kapelle für über 15 000 Euro renoviert worden.

Tobias Hans will ebenfalls mit Trier und den einzelnen Ministerien über finanzielle Hilfe reden. Er denke an Mittel der Kulturförderung und aus einzelnen Ministerien, die koordiniert werden müssen. Rudi Fuchs ist sich sicher, dass durch Spenden und Beiträge des Kapellenvereins schon einiges an Geld zusammenkomme, doch „das reicht bei weitem nicht“. Großspender müssten her, meinte Fuchs „Vielleicht können Sie Türöffner dazu sein“, gab er dem saarländischen Ministerpräsidenten mit auf den Weg.

Die Marienkapelle Höchsten wird im kommenden Jahr 90 Jahre alt. Alle hoffen, dass sie bis dann wieder im alten Glanz erstrahlen wird. Der Geburtstag soll an Maria Himmelfahrt (15. August) gefeiert werden.

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