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Familie Schwoertzig
Familie Schwoertzig sagt Danke

Mutter Marie und der kleine Moritz Schwoertzig aus Steinbach freuen sich riesig über die Hilfe, die sie nach einem SZ-Artikel erreicht hat.
Mutter Marie und der kleine Moritz Schwoertzig aus Steinbach freuen sich riesig über die Hilfe, die sie nach einem SZ-Artikel erreicht hat. FOTO: Thomas Seeber
Steinbach. Spender ermöglichen spezielles Fahrzeug für den behinderten Sohn. Von Monika Kühn

Familie Schwoertzig sagt Danke. Danke allen Spendern, Institutionen und Stiftungen, die es ihr ermöglicht haben, für ihren behinderten Sohn eine entsprechendes Fahrzeug anzuschaffen und dies umzubauen. Im vergangenen November hatte die SZ über Moritz Schwoertzig aus Steinbach berichtet.


Der mittlerweile siebenjährige Junge ist schwerstmehrfachbehindert geboren worden und benötigt in allen Lebenslagen Hilfe, erklärt seine Mutter. Moritz ist auf den Rollstuhl angewiesen – und auf weitere Hilfsmittel, zum Beispiel auf Bein- und Hüftgelenk-Orthesen. Das Auto der Familie war in die Jahre gekommen und außerdem war es zu klein und nicht behindertengerecht. In dem SZ-Bericht war auch um Spenden gebeten worden.

Vor kurzem konnten sich die Schwoertzigs dann endlich „ihr Traumauto“ kaufen, einen Ford Tourneo Custom. Der Kleintransporter kostete inklusive behindertengerechtem Umbau 38 000 Euro. Dank der vielen Spenden konnte das Auto angeschafft werden. Auch die SZ-Aktion „Hilf-Mit!“ beteiligte sich mit 2000 Euro.



„Das Auto ist für uns eine unglaubliche Erleichterung“, gesteht Mutter Marie. Denn Moritz wird immer größer und schwerer, da ist der Alltag mit einem größeren und behindertengerechten Auto besser zu schaffen. Viel Geld wurde auf das Hilfskonto eingezahlt, andere überwiesen an das Autohaus oder an den Verein MMB, Mobil mit Behinderung.

Auf den MMB aufmerksam gemacht wurde Marie Schwoertzig von einer Bekannten im März 2017. Sie wandte sich an diesen, „und ich machte alles genauso, wie man mir es gesagt hat“. Kerstin Lonsdorfer, die ehrenamtlich dort tätig ist, half ihr immer wieder. Ab Juni hat Moritz’ Mutter Stiftungen und Institutionen angeschrieben. In Steinbach, dort wo sie sich ein 2016 ein Haus gekauft haben, wurden sie auch sehr von der Dorfgemeinschaft und den Vereinen unterstützt.

Morgens fährt Moritz mit dem Taxi nach Thalexweiler in die Grundschule. Er besucht dort die erste Klasse. Obwohl Moritz auf den Rollstuhl angewiesen ist, turnt er in der Pause auf dem Klettergerüst herum und rutscht mit seinen Klassenkameraden immer wieder die Rutsche runter, erzählt er bei unserem Besuch.

Währenddessen war sein vierjähriger Bruder Nils mit dem Opa mit dem Traktor unterwegs. Moritz hilft Papa David gerne beim Schrauben in der Garage. Mit dem neuen Auto kann die Familie jetzt vor allem Arzt- und Physiotermine leichter wahrnehmen. „Eine große Erleichterung für uns“, beteuert Marie Schwoertzig.