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Eins von zwei Windrädern steht schon bei Lebach-Lansdweiler
Erstes Windrad im Gohlocher Wald

Mit einem großen Kran werden die Rotorblätter des Windrades zur Montage an die Nabe gehoben.
Mit einem großen Kran werden die Rotorblätter des Windrades zur Montage an die Nabe gehoben. FOTO: Fred Kiefer
Lebach/eiweiler. Montan Wind hat bei Landsweiler die erste von zwei Anlagen fertiggestellt. Von Fred Kiefer

(aki) Die Stadt Lebach hat jetzt eine neue, weithin sichtbare Landmarke. Wer auf der Bundesstraße 268 aus Eiweiler kommt, sieht links, kurz vor dem landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Ziegler, ein Windrad über die Bäume des Gohlocher Waldes ragen. Die RAG Montan Wind hat das erste von zwei geplanten Windrädern errichtet – wenige Meter oberhalb des früheren Bundeswehrschießstandes und der heutigen Nutzer Trial-Club Saar und Biathlon-Verein. Die Rotorblätter des zweiten Windrades, dessen Mast zirka 400 Meter weiter in Richtung Falscheid steht, werden bald montiert.


Die Anlieferung der drei 76-Meter-langen Bauteile mit Tiefladern soll laut einem Sprecher von Montan Wind je nach Wetterlage noch in dieser Woche erfolgen. Die beiden Windräder haben eine Nabenhöhe von jeweils 134 Meter und eine Leistung von bis zu drei Megawatt. Die Pachteinnahmen aus den Grundstücken fließen in die Kasse der Stadt Lebach. Eine zweite Anlage mit drei Windrädern entsteht im Großen Spechenwald (auch „Homeswald“ genannt) beim Stadtteil Aschbach. Laut Roman Werth, Leiter des Fachbereiches 1 der Lebacher Verwaltung, sind die Rodungsarbeiten demnächst abgeschlossen, sodass mit dem Bau der Windräder begonnen werden kann. Im Gebiet „Lebach Nord“, zu dem auch der Spechenwald zählt, liegt auch die Bau-Genehmigung für den Windpark „Bruchwald“ vor. Ob diese Anlage errichtet wird, scheint unwahrscheinlich, wie Insider vermuten.

Die Projektrechte für die Anlage im Großen Spechenwald hat das bayrische Unternehmen „BayWa r.e.“ von Montan Wind übernommen. Im Internet gibt es dazu weitere Informationen (www.baywa-re.de/windpark-spechenwald/). Sowohl Montan Wind als auch „BayWa r.e.“ haben sich vertraglich zur Rekultivierung nach Ende der Bauphasen verpflichtet.



Der Lebacher Bürgermeister Klauspeter Brill erklärt zu den beiden Windkraftanlagen: „Ich bin ein Befürworter von Windenergie. Beim Bau solcher Anlagen müssen aber auch Kompromisse akzeptiert werden. Ich gebe zu Bedenken, dass wir im Saarland auswandern können, wenn größere Störungen im Atomkraftwerk Cattenom auftreten.“